Die Bedeckung des Hauptes:

 

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

 

Zur Bedeckung des Hauptes gibt es viele Meinungen. Es ist nicht die Frage was wir meinen, sondern, was der Herr will.

Es geht darum, was der Wille Gottes ist.

 

Eingangs der Text aus dem Wort Gottes, um welchen es geht:

 

1.Korinther, Kapitel 11, die Verse 1 -  16.

Die Stellung des Mannes als Haupt und die Bedeckung des Hauptes der Frau

 

 1 Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich [Nachahmer] des Christus bin!

 

 2 Ich lobe euch, Brüder, dass ihr in allem an mich gedenkt und an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich sie euch übergeben habe.  3 Ich will aber, dass ihr wisst, dass Christus das Haupt jedes Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau, Gott aber das Haupt des Christus.  4 Jeder Mann, der betet oder weissagt und etwas auf dem Haupt hat, schändet sein Haupt.  5 Jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupt betet oder weissagt, schändet ihr Haupt; es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre!  6 Denn wenn sich eine Frau nicht bedecken will, so soll ihr auch das Haar abgeschnitten werden! Wenn es aber für eine Frau schändlich ist, sich das Haar abschneiden oder abscheren zu lassen, so soll sie sich bedecken.

 

 7 Denn der Mann darf das Haupt nicht bedecken, weil er Gottes Bild und Ehre ist; die Frau aber ist die Ehre des Mannes.  8 Denn der Mann kommt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann;  9 auch wurde der Mann nicht um der Frau willen erschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen.  10 Darum soll die Frau [ein Zeichen der] Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen.  11 Doch ist im Herrn weder der Mann ohne die Frau, noch die Frau ohne den Mann.  12 Denn gleichwie die Frau vom Mann [kommt], so auch der Mann durch die Frau; aber alles [kommt] von Gott.

 

 13 Urteilt bei euch selbst, ob es schicklich ist, dass eine Frau unbedeckt zu Gott betet!  14 Oder lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für einen Mann eine Unehre ist, langes Haar zu tragen?  15 Dagegen ist es für eine Frau eine Ehre, wenn sie langes Haar trägt; denn das lange Haar ist ihr anstelle eines Schleiers gegeben.  16 Wenn aber jemand rechthaberisch sein will – wir haben eine solche Gewohnheit nicht, die Gemeinden Gottes auch nicht.

 

Im Detail erklärt:

Vers 3:

Ich will aber, dass ihr wisst, dass Christus das Haupt jedes Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau, Gott aber das Haupt des Christus.

Im Vers drei zeigt uns Paulus als Wort des Herrn, die Hauptesordnung.

=> Christus, also Jesus ist das Haupt eines jeden Mannes,

=> der Mann ist das Haupt der Frau und

=> Gott ist das Haupt des Christus.

 

Diese Hauptesordnung hat nichts im speziellen mit den Korinthern zu tun, es ist die allgemeine Ordnung Gottes, für alle und für alle Zeiten, bis wir verwandelt werden. Hier kann niemand sagen, dies gelte nur für die Korinther.

Sonst hätte er ja schreiben müssen:

„Christus ist das Haupt aller Männer von euch, Ihr Männer seid die Häupter eurer Frauen und ....? Siehst du, es geht nicht!!

Denn dass Gott nur das Haupt des Christus für die Korinther sein sollte, das ist ganz und gar undenkbar.

 

In der Einleitung also sehen, wir, dass dies hier eine ganz global für alle gültige Regel sein muss, für alle und an jedem Ort. Der Herr gebraucht hier nur die Korinther als Anlass, Gültigkeit hat dies allzumal für alle und an allen Orten.

 

Zumal ergeht ja der Gruß des Schreibens nicht nur an die Korinther:

1. Kor. 1:

1 Paulus, berufener Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder,  

2 an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen,

    samt allen,

die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns:

 

 4 Jeder Mann, der betet oder weissagt und etwas auf dem Haupt hat, schändet sein Haupt.

Das griechische Wort „schändet“:

Kat-aischuno, bedeutet hier:

(w. nieder-schändlich machen)
I.) zuschanden machen
1) jemanden entehren, entwürdigen, schänden, verunehren, bzw.
2) beschämen; zuschanden werden, von Schande getroffen werden.

 

Wenn also ein Mann beim Beten oder Weißsagen was auf dem Kopf hat, „schändet“ er sein HAUPT, also er schändet (beschämt) Jesus, den Christus (den gesalbten Gottes).

 

Er schändet nicht sich selbst (seinen eigenen Kopf), sondern „sein HAUPT“ und das HAUPT des Mannes ist der Christus. Wer hier meint, er beschäme sich nur selbst (seinen eigenen Kopf), der irrt.

Es bezieht sich hier ganz und gar und klar auf die Einleitung, die Hauptesordnung. Sonst wäre der Vers drei umsonst gegeben.

Kein Mann, der auch nur ein bisschen Verständnis von Gott hat, würde beten und dabei den Hut auflassen.

Wir sehen das auch in der Welt, denn kein König oder hoher Beamter lässt sich grüßen von jemand Geringeren, der nicht seinen Hut vor ihm zieht.

 

Vers 5: Jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupt betet oder weissagt, schändet ihr Haupt; es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre!

Das gleiche gilt auch für die Frau. Auch sie schändet nicht ihren eigenen „Kopf“, sondern ihr HAUPT, ihren Mann. Eine „schandvolle“ Tat bringt keinen Segen.

Jede Frau die für ihren Mann oder um sonst etwas unbedeckt betet, beschämt ihn vor Jesus und Gott, da sie die Hauptesordnung Gottes somit nicht anerkennt. Es ist dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre:
Die Prostituierten der damaligen Zeit waren „geschoren“.  Ein Mann, der eine „geschorene“, also Prostituierte zur Frau hatte, war „beschämt“.

Der Herr stellt hier ein Gleichnis auf und sagt:

Wenn eine Frau betet und sich nicht bedeckt, ist es dieselbe Schande für den Mann, als sei seine Frau eine Prostituierte.

Prostitution ist gleichsam Hurerei. Geistlich gesehen ist dies Hurerei, denn wer Gott nicht gehorcht, der gehorcht einen anderen. Der andere (Widersacher) will, dass wir ihm gehorchen.

Wenn wir den Widersacher gehorchen, ist dies Hurerei, eben Prostitution, welche eben durch einen geschorenen Kopf ersichtlich ist.

 

Vers 6: Denn wenn sich eine Frau nicht bedecken will, so soll ihr auch das Haar abgeschnitten werden! Wenn es aber für eine Frau schändlich ist, sich das Haar abschneiden oder abscheren zu lassen, so soll sie sich bedecken.

Die Aufforderung hier von Paulus einer Frau die HAARE abzuschneiden, wenn sie sich nicht bedecken will, unterstreicht den Vers 5. Denn wäre sie geschoren, käme das einer Hure gleich, also (geistliche) Hurerei, wenn sie sich nicht bedeckt.

So sie keine „(geistige)“ Hure sein will weil es ihr und für ihren Mann „schändlich“ ist, soll sie sich bedecken.

Eindrucksvoller kann man es nicht auf den Punkt bringen.

 

Eine oberflächliche Lehrmeinung ist hier, dass dies hier nur gesagt sei, dass sich die Frauen in Korinth bedecken sollten damit auch

- wenn eine Frau eine „Prostituierte“ sei-

diese nicht sofort auffällt.

Also nach dem Motto:

Wir haben hier Prostituierte. Damit diese sich nicht schämen müssen, sollen sich „alle“ bedecken.

 

Dies kann jedoch nicht sein. Denn ein gläubiger Mensch kann keine Prostituierte sein, noch viel weniger wird ein gläubiger Mann eine solche zur Frau haben und auch noch mit ihr in der Gemeinde erscheinen.

Um solcher willen, ist das Wort hier nicht gegeben, denn die Einleitung zielt auf eine allgemeine „Ordnung“ Gottes hin.

 

Vers 7: Denn der Mann darf das Haupt nicht bedecken, weil er Gottes Bild und Ehre ist; die Frau aber ist die Ehre des Mannes. 

„Du Mann“, zieh den Hut vor Gott, denn du bist Gottes Bild und Ehre. Du, Frau, bedecke dein Haupt, denn du bist die Ehre des Mannes.

Wie soll eine Frau ihren Mann Ehre erweisen, wenn sie nicht tut, was der Herr will?

Welche Ehre ist das?

 

Vers 8: Denn der Mann kommt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; 

9 auch wurde der Mann nicht um der Frau willen erschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. 

10 Darum soll die Frau [ein Zeichen der] Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen. 

Gott hat gegeben, dass die Geheimnisse seines Willens der ganzen Schöpfung durch die „Gemeinde“ (der „Ekkläsia“  „der Herausberufenen“) kundgetan werden.

Hierin begehren gar Engel hineinzuschauen.

1 Pet 1, 12

Ihnen wurde geoffenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern uns dienten mit dem, was euch jetzt bekannt gemacht worden ist durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt wurde – Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen begehren.

Das Geheimnis Gottes: „Christus in euch“,

war den Menschen und Engeln verborgen bis zur Stunde der Offenbarung dass es so sei. Nun, da dies der Wunsch des Herrn und Gottes ist, sich selbst in uns wohnhaft zu machen und durch uns für die Welt sichtbar zu werden, ist es umso begehrlicher der Engel zu schauen, was nun diese tun, in welchen der Vater und der Sohn Wohnung nehmen wollen.

 

Um deren Willen, also der „begierlichen“ Engel willen, ist es der Wille des Herrn Jesus, dass wir umso mehr tun, was er von uns will.

 

In dem Fall also, dass sich die Frau bedecke, um ihren Mann Ehre zu geben, weil sie den Herrn und Gott den Vater liebt um in seiner Ordnung zu bleiben.

 

11 Doch ist im Herrn weder der Mann ohne die Frau, noch die Frau ohne den Mann. 

Vor dem Herrn sind wir EINS.

„Darum wird der Sohn Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen und diese werden EIN Fleisch sein.“

Liebe Schwester, wenn du vor Gott gerecht gemacht werden willst, kannst du das nur gemeinsam mit deinem Manne.

Denn weder ist dein Mann ohne dich, noch bist du ohne deinen Mann  im Herrn.

 

Ihr werdet gemeinsam gerecht gemacht oder keiner von beiden.

Das alles hat auch nichts mit „Glaube“ allein zu tun. Denn aus Glauben werden wir errettet, gerecht jedoch, wenn wir mit dem Herzen glauben und dadurch verändert werden.

Deswegen brauchen wir einander, um uns gegenseitig zu ermahnen und aufzuerbauen.

 

12 Denn gleichwie die Frau vom Mann [kommt], so auch der Mann durch die Frau; aber alles [kommt] von Gott.

 

13 Urteilt bei euch selbst, ob es schicklich ist, dass eine Frau unbedeckt zu Gott betet! 

14 Oder lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für einen Mann eine Unehre ist, langes Haar zu tragen? 

 

15 Dagegen ist es für eine Frau eine Ehre, wenn sielanges Haar trägt; denn das lange Haar ist ihr anstelle eines Schleiers gegeben. 

16 Wenn aber jemand rechthaberisch sein will – wir haben eine solche Gewohnheit nicht, die Gemeinden Gottes auch nicht.

 

Für die Frau ist es eine Ehre, wenn sie lange Haare hat, denn langes Haar ist ANSTELLE (anstatt) eines SCHLEIERS (Überwurf) gegeben.

 

Auch damals gab es die „Kultur“, dass sich Frauen „verhüllen“ bzw. „verschleiern“, wie es dann Jahrhunderte später die Moslems auch per „Vorschrift“ übernommen haben.

 

Eine Verhüllung bzw. Verschleierung jedoch ist nicht die Gewohnheit der Gemeinden Gottes.

 

 

Wenn hierin jemand rechthaberisch sein will (also gar darauf beharrt eine Frau sollte sich verhüllen bzw. verschleiern)… eine solche Gewohnheit haben wir nicht, die Gemeinden Gottes auch nicht.

 

Unterschied zwischen verhüllen und bedecken.

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Die Verhüllung hat den Sinn, bestimmte erogene Zonen zu verdecken. Bei der Frau ist dies in dem Fall im speziellen der Nacken.

Damit dieser Bereich „verdeckt“ wird, ist der Frau von Natur aus langes Haar gegeben und braucht nicht separat „verhüllt“ werden.

Die Verhüllung nun, welche eben bereits durch das lange Haar gegeben ist, hat jedoch nichts zu tun mit einem Zeichen der Macht auf dem Haupt, also mit der Bedeckung des Hauptes.

 

Hierin ist vieles nicht verstanden worden und dann passiert oft folgendes:

 

Frauen welche lange Haare haben, stecken ihre Haare geschmückt oben auf den Kopf, sodass sie im Grunde die natürliche „Verhüllung“ freimachen.

Zum Zeichen der Macht bedecken sie sich dann zwar, oft jedoch auch nur mit einem zierlichen schmalen Band.

Liebe Schwestern,

dass ist dann leider auch verkehrt!

Ein schmales Band als Zeichen der Unterordnung kann noch akzeptiert werden, wenn zumindest der natürliche Schleier, also die langen Haare dann auch ihren Zweck erfüllen, nämlich die natürliche Verhüllung.

Wenn ihr eure Köpfe schon durch hochstecken der langen Haare schmücken wollt,

dann muss die Bedeckung auch zusätzlich die Verhüllung erfüllen, also auch die Funktion des natürlichen Schleiers der langen Haare übernehmen.

 

 

Es gibt leider Gottes viele Lehrmeinungen, welche den Vers 16 auf alle vorangegangenen beziehen, als ob das Tragen einer Bedeckung des Hauptes nicht zu Gewohnheit der Gemeinden gehöre und diese sich auch nicht darüber „zanken“.

 

Dies ist eine große Missinterpretation, denn Vers 16 bezieht sich NUR auf Vers 15.

 

Dies kommt vor allem daher, weil der Unterschied zwischen natürlicher Verhüllung durch das lange Haar und der Bedeckung nicht erkannt wird.

 

 

Sollte sich Vers 16 tatsächlich auf alle vorangegangenen Verse beziehen, dann würde Paulus das vorhin mühselig erarbeitete gleichsam in den Müll werfen,  nach dem Motto:

„Ach was soll es, ich wollte mir nur mal Luft verschaffen, lassen wie das Thema und streiten wir nicht drüber ??

Gehen wir gleichsam zum nächsten Thema über ...

    und ihr kennt mich ja, was ich auch hierin zu sagen habe, nehmt es nicht ernst…“

 

Was ist das nächste Thema?

Es ist der Bericht über die Abhaltung des Abendmahls, siehe die Verse 17 – 34.

 

Wir müssen uns eines schon auch vor Augen halten:

Die Anordnung und die Reihenfolge, was der Herr Themenmäßig und in Gewichtung der Reihe nach bringt, ist ja kein Zufall. Er macht alles ganz gezielt und perfekt.

 

Das Kapitel 11 vom 1. Brief an die Korinther ist ein ganz besonderes, weil hier in Summe vieles genau auf den Punkt gebracht wird.

  1. die Hauptesordnung
  2. Das Verhalten von Mann und Frau in der Hauptesordnung
  3. Die Abhaltung des Abendmahls

Und wenn wir in die Landschaft und Kultur unserer Gemeinden sehen, erkennen wir genau hierin vielerorts „Rebellion“ und Ablehnung.

 

Liebe Schwestern,

was wollen wir hierzu sagen? Was wollen wir hierzu schreiben, was nicht schon geschrieben ist?

 

Der Herr möge uns allen Gnade schenken und einen jeden Einzelnen zeigen, was er / sie zu tun hat.

Liebe Grüße und den reichen Segen des Herrn,

 

Gerhard Daniel Kadisch.

 

Prüfet aber alles, das Gute behält!