Betrachtungsweisen:

 

Wir sehen hier einen Würfel.

Der Würfel mit allen Kanten gezeichnet kann nun verschieden gesehen werden.

 

 

 

Der eine sieht ihn zum Beispiel so und beharrt darauf, dass er ihn so sieht.

Er sieht ihn von „oben“. Die Botschaft kommt von „oben“, sie ist vom Herrn.

 

 

 

Ein anderer sieht die Botschaft auch von oben,

meint aber, dass vorne hier auf der linken Seite sei.

 

 

 

Ein anderer sieht ihn nun aber anders, zum Beispiel nicht von oben,

sondern von unten: Für ihn ist klar, dass dies nicht vom Herrn kommt,

sondern von der anderen Seite, von unten!!

 

 

 

Wieder ein anderer sieht ihn zum Beispiel so:

„Ja, die Botschaft kommt von unten, die Seiten sind aber vertauscht!

Wir müssen nach links, anstelle von rechts…

 

 

 

Wir sehen. Wenn wir kein Instrument haben welches uns die Richtung anzeigt,

kann jeder das daraus machen, was er will.

 

Wie ist dies nun richtig zu sehen?

Wir können nur im direkten Umfeld richtig sehen.

Liegt der Würfel im Gras und ich sehe das Gras, so ist klar, dass ich ihn von oben betrachte.

Weil ich aufgrund meines Umfeldes auch noch die Himmelsrichtungen kenne,

gibt es praktisch nur noch eine einzige Möglichkeit. Auch die Richtung ist somit bestimmt.

 

Ist ein Koffer am Autodach befestigt und ich betrachte ihn, so ist klar,

dass ich ihn von unten sehe. Die Richtung wird dann noch durch das Auto

(vorne, hinten, links, rechts) gezeigt.

 

So wie der Würfel ohne irgendwelche Angaben „frei“ interpretiert werden kann und wird,

werden auch einzelne Stellen aus dem Worte Gottes aus dem Zusammenhang

heraus frei interpretiert.

Aus mehreren einzelnen „ähnlichen“ Stellen werden gar ganze „Lehren“ frei erfunden.

Wir sehen:

 

 

Wenn nicht der HERR uns klar aufzeigt wie es sich verhält, können wir uns hier streiten,

wie wir wollen.

Der beste Hinweis wie sich nun eine Sache verhält, ist immer die direkte Umgebung,

also der Kontext, in welchem die Stellen eingebettet sind im Zusammenwirken des Heiligen Geistes.

 

JEDE AUSLEGUNG welcher Stelle auch immer, welche nicht im direkten Kontext einzuordnen ist,

ist praktisch wertlos.

 

Sämtliche Stellen, welche für die Allerrettung (Allveränderung) herangezogen werden..

Diese Stellen erblassen alle in ihrem eigenen Kontext und den Kontextparallelen.

 

Liebe Brüder und Schwestern, der Herr hat uns sein Wort in schriftlicher Form gegeben.

Es ist perfekt aufgebaut. Einzelne Stellen müssen immer dem Wort Gottes entlang ausgelegt werden.

Deshalb legt das Wort Gottes sich auch selbst aus. Es erklärt sich selbst.

Oftmals reicht nicht nur der eigene Kontext, es müssen „parallele“ Kontexte herangezogen werden.

Deshalb gibt es auch „VIER“ Evangelien, sie ergeben eine synoptische Schau.

Eben auch, wie es zu jedem Kontext mehrerer Parallelen gibt.

 

Wenn wir nur mit einzelnen Versen hantieren, können wir ja gleich nur einzelne Worte

oder gar nur Buchstaben nehmen und uns zusammenreimen, was wir wollen.

 

Der Herr wird von uns Rechenschaft verlangen,von JEDEM Wort das uns verlässt.

Deshalb sagt Paulus auch: „Ich wage nicht von irgend etwas zu reden, dass nicht

der Christus durch mich gewirkt hat.“ (Röm.15, 18)

 

Liebe Grüße und den reichen Segen vom Vater im Himmel in Jesu Namen,

 

Gerhard Daniel.