Die Werke  (Das Werk) Gottes...

Der Blind geborene:

Joh 9:

1 Und da Er vorüberging, sah Er einen Menschen, blind von Geburt.

An der Stelle müssen wir feststellen:

Wer sah, dass er blind „geboren“ wurde?

J E S U S.

Jesus sah (gewahr) es, er wusste ja über jeden Menschen Bescheid, der ihn begegnete.  Wenn hier Jesus sah (gewahr), dass er blind geboren wurde, bedeutet das nicht, dass die Jünger dies auch wussten.

 

Was sahen die Jünger?

Mit Sicherheit einen, der Blind war.

 

An der Stelle zu behaupten dass auch die Jünger das wussten, ist eine willkürliche Interpretation, das steht hier nicht.

Sonst müsste hier stehen:

„Und SIE sahen (Wahrnahmen, dass er blind geboren war)…

Dies kann zu derzeit nur Jesus, die Jünger hatten den heiligen Geist noch nicht in sich..

 

2 Und Seine Jünger fragten Ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser da oder seine Eltern, dass er blind geboren ward?

 

Luther 1912:

Und (G2532) seine (G846)  Jünger (G3101)  fragten (G2065)  ihn (G846)  und sprachen (G3004): Meister (G4461), wer (G5101)  hat gesündigt (G264), dieser (G3778)  oder (G2228)  seine (G846)  Eltern (G1118), dass (G2443)  er ist blind (G5185)  geboren (G1080)?

 

Textus Receptus 1550:

και (G2532)  ηρωτησαν (G2065)  αυτον (G846)  οι (G3588)  μαθηται (G3101)  αυτου (G846)  λεγοντες (G3004)  ραββι (G4461)  τις (G5101)  ημαρτεν (G264)  ουτος (G3778)η (G2228)  οι (G3588)  γονεις (G1118)  αυτου (G846)  ινα (G2443)  τυφλος (G5185)  γεννηθη (G1080)

 

         Übersetzungshilfe:

 

και (G2532)

2532

und

Und

ηρωτησαν (G2065)

2065

fragen bitten nachforschen suchen

fragten

αυτον (G846)

486

ihn

ihn

οι (G3588)

3588

der, die, das

(seine) die

μαθηται (G3101

3101

Schüler, Jünger, Lernende, Lehrling

Jünger

αυτου (G846)

846

daselbst, Ortsadverb

daselbst (und)

λεγοντες (G3004)

3001

etwas frage, von etwas sprechen

sprachen (fragten):

ραββι (G4461)

4461

Rabbi, Lehrer

Meister,

τις (G5101)

5101

wer, was, welcher

wer

ημαρτεν (G264)

264

sündige, Ziel verfehlen

sündigte:

ουτος (G3778)

3778

diese, oder dieser

Dieser,

η (G2228)

2228

trennend oder vergleichend, oder

oder

οι (G3588)

3588

der, die, das

seine (die)

γονεις (G1118)

1118

Eltern, leiblichen Eltern…

Eltern

αυτου (G846) [847]

846

ebender, derselbe…

(und) derselbe

ινα (G2443

2443

sodass, damit, somit, dadurch, deswegen

somit (deswegen)

τυφλος (G5185)

5185

blind

blind

γεννηθη (G1080)

1080

zeugen, gezeugt werden

gezeugt (wurde)?

 

        Das Zeugen:

Geboren wurde, bedeutet hier zeugte, von „zeugen“.

Das Zeugen bezieht sich grammatikalisch nur auf die Eltern, nicht auf  den Blinden selbst.

 

Wer sündigte: Dieser oder seine Eltern?

Hier ist der Bezug eindeutig auf Beide, auf den Blinden und seine Eltern, durch das vergleichende Bindewort η (G2228)

 

Nirgends im Text steht, dass die fragenden Jünger wussten, dass der Blinde blind geboren wurde.

 

Nur Jesus, die Eltern und er selbst wussten, dass er blind geboren (gezeugt) wurde.

Der Verfasser (Johannes) wusste es im Nachhinein. Der Herr sagte, ich werde euch meinen Beistand senden, er wird euch an alles erinnern (zeigen, was ihr schreiben sollt).

 

Theologie, teilweise schlechte Übersetzungen und auch eingefügte Überschriften, zeigen uns vorschnell ein Bild.

In diesem Fall ist es so, wie wenn wir einen Krimi schauen.

 

In der Regel wird in einem Kriminalroman dem Seher erst die Tat gezeigt, er kennt den Täter, die Ermittler im Film selbst, kennen den Täter oftmals erst am Schluss.

 

Dies erhöht die Spannung beim Seher und gibt ihm auch ein Gefühl des „Wissenden“, er weiß ja mehr, als die Ermittler…

Die Menschen in der Handlung selbst (zum Zeitpunkt der Handlung), wissen dies nicht.

        

So auch hier:

Die Fragestellung der Jünger bezieht sich auf ein ganz normales Denkmuster, damaliger Zeit.

Hat er gesündigt (und wurde dadurch blind), oder

Haben ihn seine Eltern in Sünde gezeugt dass er dadurch blind zur Welt kam?

 

Die Effizienz des Wortes Gottes (er ist knapp mit seinem Wort, aufdass wir GENAU schauen), erlaubt richtigerweise die Formulierung:

2 Und Seine Jünger fragten Ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt: Dieser da?  Oder seine Eltern dass er blind geboren ward?

Denn es geht hier aus Sicht der Jünger um Blindwerdung infolge von Sünde, nicht um Reinkarnation.

 

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Jünger nicht aus Jerusalem kamen und den Bettler nicht immer sahen und kannten, sie kamen wie Jesus aus Galiläa.

 

                Liebe Brüder und Schwestern,

das ganze Kapitel 9 von Johannes ist kein Reinkarnations-Thema, es geht um die Werke Gottes.

Es geht darum die Werke Gottes zu tun. Welche er zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

 

3 Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern dass die Werke Gottes an ihm geoffenbart würden.

4 Ich muss wirken die Werke Dessen, Der Mich gesandt hat, während es Tag ist. Es kommt eine Nacht, da niemand wirken kann.

5 Solange Ich bin in der Welt, bin Ich das Licht der Welt.

6 Da Er solches gesprochen hatte, spützte Er auf die Erde und machte aus dem Speichel einen Teig und strich den Teig auf die Augen des Blinden,

7 Und sprach zu ihm: Gehe hin, wasche dich im Teich Siloah- das ist verdolmetscht Entsandt. Da ging er weg und wusch sich und kam sehend.

{7 und sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich im Teich Siloah (das heißt übersetzt: »Der Gesandte«)!}

 

Das größte Werk welches der Herr Jesus vollbracht hat, ist seine Passion.

Er ist für uns gestorben.

 

Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde.

 

Die Heilung des Blinden (aufdass die Werke Gottes geoffenbart werden) zeigt uns, wie der Herr Jesus Blinde heilt.

 

Als Jesus für uns am Holz stirbt, fließen Wasser und Blut aus. Es fließt aus auf die Erde.

 

Dies symbolisiert er in dem Fall durch die Art der Heilung.

Er spützt auf die Erde und macht einen (Teig) Brei, es ist sein Wasser auf der Erde.

Diesen nun streicht er auf die Augen des Blinden was bedeutet, dass dies zuerst erkannt werden muss, von dem der Blind ist.

 

Wir müssen zuerst aus unserem Blinden Zustand heraus weil der Vater uns zieht, unsere Sünde (den Dreck vor Augen) und das Kreuz erkennen.

Der Herr Jesus hält uns den Dreck der Sünde (Brei aus Speichel und Erde) wofür er gestorben ist, buchstäblich vor Augen...

Wenn wir nun das erkannt haben, müssen wir uns im Wasser des Gesandten Gottes waschen - also im Wort Gottes - , dies entspricht der Waschung des Blinden im Teich Siloah.

 

Denn der Blinde steht nicht da aufdass wir in Reinkarnations-Gedanken verfallen sollen,

sondern er steht da für die gesamte Menschheit,

    - welche „blind“ in Sünde gezeugt wurde und wird -

aufdass der Herr Jesus an ihm uns erzeigt (offenbart), das vollkommene Werk Gottes, aufdass wir errettet werden können.

Sollte hier ein Einwand kommen in der Art, dass der Blinde nicht stellvertretend für die in Sünde geborenen Menschen dasteht

    - weil der Herr den Jüngern sagt: "Weder dieser noch seine Eltern sündigten" -

So meint hier Jesus nicht, dass sie ohne JEDE Sünde sind, sondern meint hier,

dass hier keiner der genannten (Blinder und dessen Eltern) eine schwere Sünde begangen hat, welche zur Blindheit führte.

Sonst gäbe es auch physikalisch nur "blinde Menschen". Die Frage der Jünger bezog sich auf eine schwere Sünde, wofür Blindheit die Folge gewesen wäre...

Er heilt geistig Blinde durch sein Erlösungswerk, was er eben im Akt der Heilung an dem Blinden ganz praktisch vorführt, wie er auch die Speisungen als ganz praktische Vorführung seiner Passion zeigt.

 

8 Die Nachbarn nun und die, so ihn früher sahen, dass er ein Bettler war, sagten: Ist das nicht der, welcher dasaß und bettelte?

9 Einige sagten: Er ist es. Andere aber: Er ist ihm ähnlich. Er aber sagte: Ich bin es.

10 Da sagten sie zu ihm: Wie wurden dir die Augen aufgetan?

11 Derselbe antwortete und sagte: Ein Mensch, der Jesus genannt wird, machte einen Teig und bestrich mir damit die Augen und sprach zu mir: Gehe hin an den Teich Siloah und wasche dich. Ich aber ging hin, wusch mich und ward sehend.

12 Da sagten sie zu ihm: Wo ist Der? Er sagt: Ich weiß es nicht.

 

13 Da führten sie ihn, der weiland blind war, zu den Pharisäern.

Selbst welche ihn kannten und ihn zu den Pharisäern führten, wissen nicht, ob der Blind geboren ward, lediglich, dass er weiland blind war.

 

14 Es war aber Sabbath, da Jesus den Teig machte und ihm die Augen auftat.

15 Da fragten ihn auch die Pharisäer abermals, wie er sehend wurde. Er aber sagte ihnen: Einen Teig legte Er mir auf die Augen und ich wusch mich und sehe.

16 Etliche nun aus den Pharisäern sagten: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil Er den Sabbath nicht hält. Andere sagten: Wie kann ein sündhafter Mensch solche Zeichen tun? Und es war ein Zwiespalt unter ihnen.

17 Sie sprachen wiederum zu dem Blinden: Was sagst du von Ihm, dass Er dir die Augen auftat? Er aber sprach: Er ist ein Prophet.

 

18 Nun glaubten die Juden nicht von ihm, dass er blind war und sehend wurde, bis dass sie riefen die Eltern dessen, der sehend geworden war.

19 Und sie fragten sie und sprachen: Ist dies euer Sohn, von dem ihr sagt, er sei blind geboren? Wie ist er denn jetzt sehend?

Erst als die Pharisäer die Eltern befragten (..“19 Und sie fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren ist?“) haben wir hier einen Zeitnahen Bezug zur Handlung, wobei auch hier ein „Bericht der Eltern“ zwingen zuvor bestätigt ist: durch das: „, von dem ihr sagt..

20 Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, dass dieser unser Sohn ist, und dass er blind geboren ward.

21 Wie er aber nun sehend ist, wissen wir nicht; oder wer ihm seine Augen aufgetan hat, wissen wir nicht. Er selbst hat das Alter, fragt ihn. Er wird für sich selber reden.

22 Solches sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten; denn die Juden waren schon dahin übereingekommen, dass, so jemand Ihn als Christus bekennete, er solle aus der Synagoge gestoßen werden.

 

23 Darum sagten seine Eltern: Er hat das Alter, fragt ihn.

 

24 Da riefen sie zum andern Mal den Menschen, der blind gewesen, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist.

25 Derselbe antwortete nun und sprach: Ob Er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Eins weiß ich, dass ich blind war, und nun sehend bin.

26 Sie sprachen aber zu ihm abermals: Was tat Er dir? Wie tat Er deine Augen auf?

27 Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht gehört. Warum wollt ihr es abermals hören? Wollt auch ihr Seine Jünger werden?

28 Da schimpften sie auf ihn und sagten: Du bist Sein Jünger; wir aber sind Moses Jünger.

29 Wir wissen, dass mit Moses Gott geredet hat. Von Dem aber wissen wir nicht, von wannen Er ist.

 

30 Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Das ist doch wunderlich, dass ihr nicht wisset, von wannen Er ist, und Er hat mir die Augen aufgetan.

31 Wir wissen aber, dass Gott die Sünder nicht hört; wenn aber einer gottesfürchtig ist und Seinen Willen tut, den hört Er.

 

32 Von Anbeginn an ist nicht erhört, dass einer einem Blind geborenen die Augen hat aufgetan.

33 Wäre Dieser nicht von Gott, so hätte Er nichts tun können.

34 Sie aber antworteten und sagten zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren und lehrest uns? Und sie stießen ihn hinaus.

 

35 Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und Er fand ihn und sprach zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes?

36 Jener antwortete und sagte: Wer ist es, Herr, dass ich an Ihn glaube?

37 Jesus aber sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und Der mit dir redet, Der ist es.

38 Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und betete Ihn an.

 

39 Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, auf dass, die da nicht sehen, sehen, und die da sehen, blind werden.

40 Und solches hörten etliche aus den Pharisäern, die bei Ihm waren, und sagten zu Ihm: Sind wir denn auch blind?

41 Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr blind wäret, so hättet ihr keine Sünde; nun ihr aber saget: Wir sehen, so bleibt denn eure Sünde.

 

        Geliebte,

wenn jemand von euch durch dieses wunderbare Kapitel in welchem uns der Herr Jesus zeigt, was er für die Blinden der Welt tun wird und getan hat -

    in Reinkarnations- Gedanken fällt weil er meint zu sehen -  

der sehe zu, dass er nicht erblindet.

 

Denn wo wir meinen zu sehen – und sehen das Werk Gottes nicht –

    welches ist das Opfer Jesu für uns,

und trösten uns in vom Opfer Jesu ablenkenden Themen

wie Reinkarnation um uns in sogenannter falscher Erkenntnis aufzublähen

und sagen: „Wir sehen…“, so bleibt denn die Sünde.

 

Wo aber die Sünde bleibt, für den ist Christus umsonst gestorben.

Nehmt euch das bitte eindringlich zu Herzen und schaut auf dass, was im Kapitel 9 das Werk Gottes ist.

 

Wir müssen das Wort Gottes ganz unvoreingenommen sehen.

 

Alle Bilder welche uns in welcher Form auch immer prägen,

müssen wir hinterfragen und zum Herrn Jesus bringen,

auf dass er diese bestätigt oder wo notwendig, korrigiert.

 

Liebe Grüße und den reichen Segen des Herrn Jesus,

 

Gerhard Daniel Kadisch.

 

Prüfet aber ALLES, das Gute behält!!