Ruf und Berufung, Gut - Gut / Böse - Böse.

Ruf - Berufung:

Mat 7:

17

ουτως παν δενδρον αγαθον καρπους καλους ποιει το δε σαπρον δενδρον καρπους πονηρους ποιει

So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte.

 [Mt 12, 33]

18

ου δυναται δενδρον αγαθον καρπους πονηρους ποιειν ουδε δενδρον σαπρον καρπους καλους ποιειν

Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen.

19

παν δενδρον μη ποιουν καρπον καλον εκκοπτεται και εις πυρ βαλλεται

Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

 [Mt 3, 10] [Joh 15, 2] [Joh 15, 6]

Hierzu möchte ich ein wenig Stellung nehmen:

        Der αγαθον (gute) Baum bringt καλους  (gute) Früchte:

Hier steht der Baum für einen Menschen. Der gute Mensch wird hier nicht mit „kalos“ als gut bezeichnet, sondern mit dem „αγαθον“.

Wenn es um „den“ „guten Menschen“ geht, wird immer das (αγαθον = gut) genommen, niemals das „kalos“.  

Stimmt diese Aussage? Wenn wir die Parallelstelle in Lukas ansehen, hat es auf den ersten Blick nicht den Anschein, siehe Luk 6:43, gleich darunter!

Da wird doch tatsächlich der gute Baum mit kalos als gut bezeichnet. Stimmt! Es ist hier aber auch nur der Baum, nicht der Mensch!

Der Herr benutzt die Verse Luk 6:43 und 44 als (weltliches) Gleichnis und nimmt dazu einen Baum.

Das Gleichnis löst er dann sofort danach in Luk 6:45 auf, er bringt es dann dort auf die „geistliche“ Ebene und unterscheidet somit den „kalos Baum“ von „Guten Menschen“, wie er es sieht. Und da verwendet der Herr dann eben nicht das „kalos“, sondern, preis den Herrn, das αγαθος  agathos!

 

Einschub aus Lukas:

Luk 6:

43

Denn es gibt keinen guten Baum, der schlechte Frucht bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Frucht bringt.

ου γαρ εστιν δενδρον καλον ποιουν καρπον σαπρον ουδε δενδρον σαπρον ποιουν καρπον καλον


44

Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben.

εκαστον γαρ δενδρον εκ του ιδιου καρπου γινωσκεται ου γαρ εξ ακανθων συλλεγουσιν συκα ουδε εκ βατου τρυγωσιν σταφυλην


45

Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund.

ο αγαθος ανθρωπος εκ του αγαθου θησαυρου της καρδιας αυτου προφερει το αγαθον και ο πονηρος ανθρωπος εκ του πονηρου θησαυρου της καρδιας αυτου προφερει το πονηρον εκ γαρ του περισσευματος της καρδιας λαλει το στομα αυτου

Mat 12:

35

Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor.

ο αγαθος ανθρωπος εκ του αγαθου θησαυρου της καρδιας εκβαλλει τα αγαθα και ο πονηρος ανθρωπος εκ του πονηρου θησαυρου εκβαλλει πονηρα

 

Dasselbe sehen wir auch an einer weiteren Parallelstelle, in Matt 12:35. Immer und in jedem Fall wird der „gute Mensch“ mit dem αγαθος (agathos) als gut bezeichnet, nicht mit dem καλον (kalon(s)).

Warum ist die Gemeinde die „Ekklesia“ und nicht „Kaleolesia“?

Weil in der „Ekklesia“ die Berufung steckt, das „Eklitois“. Deshalb ist die Gemeinde, die „Ekklesia“, die „Heraus-Berufene“.

Wenn wir durch das „kalos“ überall nur noch „Berufung“ hineinlegen, dann wäre die Ekklesia nicht die „Berufene“.

GERUFEN sind aber ALLE, der RUF gilt der ganzen Welt!

ALLE sind GERUFEN (oder aufgerufen, niemand kann sagen, er weiß nichts von Jesus, alleine schon wegen seines Geburtstages [Datum n. Chr.])

VIELE sind BERUFEN (herausgerufen, aus den gerufenen!)

WENIGE sind AUSERWAEHLT.

Nun: Wie verhält es sich dann mit den „guten Baum“ (guten Menschen) und den „guten Früchten“ (guten Werken)?

           

            „Gut“ ist, was aus Gott geboren ist, wie auch die Weke, die Gott bereitet hat.

            Aus Gott geboren:

            Joh 1:

12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben;  

        [Gal 3, 26] 

13 die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

        [Joh 3, 5] [Joh 3, 6]

            Aus Gott sein:

            1. Joh 4:

2 Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott;  

3 und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der [Geist] des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt.

           

Die von Gott bereiteten Werke:

Eph 2: 

10

Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

αυτου γαρ εσμεν ποιημα κτισθεντες εν χριστω ιησου επι εργοις αγαθοις οις προητοιμασεν ο θεος ινα εν αυτοις περιπατησωμεν

Hierin schließt sich der Kreis, die von Gott zuvor bereiteten „guten Werke“ werden ebenfalls mit αγαθοις (AGATHOIS), und nicht mit „kalos“ beschrieben.

Wir sehen: Alle diese Dinge haben nun überhaupt nichts mit BERUFUNG zu tun, wenn dann mit BESTIMMUNG = Prädestination.

Die BERUFUNG ist LOSGELÖST von dem Wirken Gottes.

Die BERUFUNG hat einen Sinn, im Sinne von „JOB“, welchen „VIELE“ haben (Viele sind berufen…), welchen es auch zu tun gilt, nämlich den RUF des Evangeliums in die Welt hinauszuschreien, als Arbeiter im Ackerfeld!

Der Herr ist der alles WIRKENDE, er kann ÜBERALL und mit JEDEN ein

„KALOS – WERK“ = schönes, gutes Werk wirken, ob mit oder ohne Berufung.

KALOS – WERKE sind losgelöst von der BERUFUNG, haben aber mit „herbeirufen, hervorbringen usw. zu tun, im Sinne von  RUF, eben genau so, wie es in der Verwandtschaft des KALOS in KALEO eben die Bedeutung hat, DEN RUF, und nicht die BERUFUNG.

 

Röm 8:

30

ους δε προωρισεν τουτους και εκαλεσεν και ους εκαλεσεν τουτους και εδικαιωσεν ους δε εδικαιωσεν τουτους και εδοξασεν

Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.

 [Röm 3, 26] [2Thes 2, 13] [2Thes 2, 14]

Preis den Herrn!

Auf den ersten Blick scheint hier die Übersetzung nur den „Berufenen“ zu gelten, es gilt aber all den gerufenen welchen die BESTIMMUNG gilt, auch denen welche keine „Berufung“ (im Sinne von Aufgabe oder Job am Ackerfeld) haben, aber zumindest gläubig werden! Umso größer die Vollzahl! Herr Jesus, ich preise deinen Sieg, DANKE, du wunderbarer Herr!

Hierin bestätigt sich dann auch Offb 17, 14!!

Einschub, weil es hier so schön herpasst:

Offb 17:

14

ουτοι μετα του αρνιου πολεμησουσιν και το αρνιον νικησει αυτους οτι κυριος κυριων εστιν και βασιλευς βασιλεων και οι μετ αυτου κλητοι και

εκλεκτοι και πιστοι

Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen – denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige –, und mit ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen.

 [Offb 19, 14] [Offb 19, 16]

         Hierin muss noch ein Zusammenhang dargelegt werden:

         Auch die „Prädestination“ = „Vorherbestimmung“ ist losgelöst von der BERUFUNG.

Natürlich sind die BERUFENEN im Sinne von Berufung auch vorherbestimmt, es bezieht sich aber die Errettung nicht alleine auf die Berufenen, sondern vor allem auf die „Bestimmung“ !!

Wenn wir in Röm 8:30 nur die Berufenen hineinlegen (Praktisch alle Übersetzungen legen hier die „Berufung“ hinein), sind die „Gläubigen“ ohne Berufung außen vor. Wir trennen sie somit ab! Der Herr aber, in seiner Güte und Gnade, nimmt sie mit rein! Nicht um deren „BERUFUNG“ willen, sondern um des „RUFES“, der „BESTIMMUNG“ willen! Deshalb sind in Offb 17:14 die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen auch separat angeführt! Er hat „BESTIMMT“, wer zum Glauben kommt aufgrund seines „RUFES“ (KALEO), wer eine Berufung (KLETOIS) hat und wer Auserwählt (EKLETOI) ist.

Herr Jesus, ich preise deinen Sieg und deine Herrlichkeit und deine Güte und deine Langmut und deine Thronschaft!

         Die bessere Übersetzung von Röm 8:30 ist somit:

Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch herzugerufen, die er aber herzugerufen hat (gemäß seiner BESTIMMUNG), die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht. (nämlich die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen! Alle, die aus Gott geboren sind!)

 

Röm 8:

33

τις εγκαλεσει κατα εκλεκτων θεου θεος ο δικαιων

Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt!

Hierin sehen wir eindeutig, den wunderbaren Unterschied der Wortstämme [KALEO] und [KLETOI].

Das EKALESEI ist hier die Anklage (Vorladen, vor Gericht vorladen) und hat mit Berufung usw. überhaupt nichts zu tun. Die (EKLEKTOHN), die Auserwählten sind ein Teil der Berufenen [KLETOIS] und Gläubigen [PISTOI].

Ja, Herr! Wie Wunderbar ist DEIN WORT und wie klar es ist. Ich preise deinen Sieg, Herr Jesus!

 

Röm 9:

24

ους και εκαλεσεν ημας ου μονον εξ ιουδαιων αλλα και εξ εθνων

Als solche hat er auch uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden;


25

ως και εν τω ωσηε λεγει καλεσω τον ου λαον μου λαον μου και την ουκ ηγαπημενην ηγαπημενην

wie er auch durch Hosea spricht: »Ich will das ›mein Volk‹ nennen, was nicht mein Volk war, und die ›Geliebte‹, die nicht Geliebte war.

         

Hier steht in der Übersetzung das Wort „berufen“. Es kann als solches stehen bleiben, wenn wir klar sehen, dass hier nicht die BERUFUNG, sondern der „RUF“ gemeint ist. „Berufen“ im Sinne von „herbeirufen“ im Bezug auf den RUF, das BENENNEN.

Das zeigt sich hier auch schön, weil Paulus selbst ein Zitat nennt, worin die BENENNUNG der Bezug ist und nicht die Berufung.

 

Röm 10:

13

πας γαρ ος αν επικαλεσηται το ονομα κυριου σωθησεται

denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«.


14

πως ουν επικαλεσονται εις ον ουκ επιστευσαν πως δε πιστευσουσιν ου ουκ ηκουσαν πως δε ακουσουσιν χωρις κηρυσσοντος

Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger?

 

Erkenntnis von Gut und Böse:

1. Mose 3:

5

Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist!

 

Hebräer 5:

11 Über ihn (Jesus) haben wir viel zu sagen, und zwar Dinge, die schwer zu erklären sind, weil ihr träge geworden seid im Hören.  

12 Denn obgleich ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr es wieder nötig, dass man euch lehrt, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise.  

        [1Kor 3, 1-3] [1Pt 2, 2] 

 

14

Die feste Speise aber ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bösen.

τελειων δε εστιν η στερεα τροφη των δια την εξιν τα αισθητηρια γεγυμνασμενα εχοντων προς διακρισιν καλου τε και κακου

 

Zur Draufgabe noch Eph 4, 14:

damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen,

Nun, was wollen wir hierzu sagen?

Steht hier:

         Zur Unterscheidung des Guten vom Bösen

         Oder

         Zur Unterscheidung des Guten und des Bösen:

         Ok, das Zweitere:

         Nun, es ist eine gekürzte schreibweise, weil das Wort Gottes sehr effizient ist.

 

         Es bedeutet praktisch:

         Zur Unterscheidung des Guten und zur Unterscheidung des Bösen.

Die „Unterscheidung“ wird nur einmal angeführt, sie bezieht sich aber so wohl auf das „Gute“ und das „Böse“.

Das bedeutet, wir müssen und sollten durch unsere „Reife“, weil unsere Sinne durch Übung in diesen Dingen geschult sein sollen unterscheiden können, was „gut“ oder „gut“ und „böse“ oder „böse“ ist.

Genau darum geht es.

Deshalb ist es hier eben nicht belanglos, ob Kalos, oder Agathos für „Gut“ hier steht, weil wir eben genau das „unterscheiden“ lernen sollen.

 

Röm 12:

9

Die Liebe sei ungeheuchelt! Hasst das Böse, haltet fest am Guten!

η αγαπη ανυποκριτος αποστυγουντες το πονηρον κολλωμενοι τω αγαθω

 [1Tim 1, 5] [Am 5, 15]

17

Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschen gut ist.

μηδενι κακον αντι κακου αποδιδοντες προνοουμενοι καλα ενωπιον παντων ανθρωπων

 [Jes 5, 21] [1Th 5, 15] [Spr 20, 22] [2Kor 8, 21]

18

Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden.

ει δυνατον το εξ υμων μετα παντων ανθρωπων ειρηνευοντες

 [Mk 9, 50] [Hebr 12, 14]

19

Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr«.

μη εαυτους εκδικουντες αγαπητοι αλλα δοτε τοπον τη οργη γεγραπται γαρ εμοι εκδικησις εγω ανταποδωσω λεγει κυριος

 [3Mo 19, 18] [Mt 5, 38-44]

20

»Wenn nun dein Feind Hunger hat, so gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, dann gib ihm zu trinken! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.«

εαν ουν πεινα ο εχθρος σου ψωμιζε αυτον εαν διψα ποτιζε αυτον τουτο γαρ ποιων ανθρακας πυρος σωρευσεις επι την κεφαλην αυτου

 [2Kö 6, 22]

21

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!

μη νικω υπο του κακου αλλα νικα εν τω αγαθω το κακον

 

1. Thes 5:

15

Seht darauf, dass niemand Böses mit Bösem vergilt, sondern trachtet allezeit nach dem Guten, sowohl untereinander als auch gegenüber jedermann!

ορατε μη τις κακον αντι κακου τινι αποδω αλλα παντοτε το αγαθον διωκετε και εις αλληλους και εις παντας

 [Spr 20, 22] [Röm 12, 17] [Röm 12, 21] [1Pt 3, 9]

Beim Vergleich zu Röm 12:17 scheint hier ein Widerspruch zu sein.

Im Römerbrief geht es im Kapitel 12 hauptsächlich um das Verhalten zu den Menschen in der Welt, deshalb sagt dort Paulus:

Vergeltet niemand Böses mit Bösem!

Seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschengut (καλα) ist.

 

Im Kapitel 5 im 1. Thessalonicher geht es vor allem um das Verhalten innerhalb der Gemeinde:

12

Wir bitten euch aber, ihr Brüder, dass ihr diejenigen anerkennt, die an euch arbeiten und euch im Herrn vorstehen und euch zurechtweisen,

 [1Kor 16, 18]

13

und dass ihr sie umso mehr in Liebe achtet um ihres Werkes willen. Lebt im Frieden miteinander!

           

          Hier soll das geistig „böse“ gemieden werden,

22

Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt!

απο παντος ειδους πονηρου απεχεσθε

Im Römer 12 jedoch sollen wir uns nicht vom „weltlich bösen“ (κακου ) überwinden lassen.

 

         Wir sehen hier immer und immer wieder etwas ganz, ganz wichtiges:

Einzelne Verse dürfen niemals aus dem Zusammenhang gerissen irgendwie interpretiert werden.

Wird nur röm 12:17 angeschaut (nur dieser Vers) könnte gesagt werden „Tue das „gute“ im Sinne von Kalos. Da „kalon“ (=kalos) fast 60 mal vorkommt, wird noch eine Verbindung zum „Kaleo“ hergestellt, dort noch eine „Berufung“ hineininterpretiert und gesagt: „Tue das berufene“. Am Ende ist wieder alles nur „berufen“ und gilt den Berufenen.

Wir sehen aber schön, dass 1. Thess 5:15 ähnliches ganz anders ausdrückt. Nur im Kontext (Wo die Verse eingebettet sind) lassen sich die Dinge richtig erklären.

 

 

die Gefahr bei Erkenntnis-Hascherei:

Wer zu sehr auf das "Kalos" schaut, übersieht das "Agathos".

Wem die Zungenrede zu wichtig ist, übersieht das in Weissagung gegebene.

Wer Zungenrede verachtet, empfängt und erkennt keine Weissagung.

 

Dies ist eine "graphische" Darstellung von Röm 8:30 und Offb. 17:14.

DIE BERUFUNG unterliegt der Bestimmung, ebenso wie die AUSWAHL, als auch, wer GLÄUBIG wird.

Die BASIS dazu ist der RUF Gottes, der in die ganze Welt hinaus gegangen ist.

 

 

Liebe Grüße und den reichen Segen des Herrn Jesus,

 

Gerhard Daniel.