Alle oder Viele in Römer 5, 19:

 

Römer 5:

 12 Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen, und durch die Sünde der Tod, und also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben;

13 ( denn bis zu dem Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz ist. [Röm 4, 15]

14 Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Moses, selbst über die, welche nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams, der ein Vorbild des Zukünftigen ist.

15 Ist nicht aber wie die Übertretung also auch die Gnadengabe ?

Denn wenn durch des Einen Übertretung die Vielen gestorben sind,

so ist vielmehr die Gnade Gottes und die Gabe in Gnade

die durch einen Menschen, Jesum Christum (geworden) ist,

gegen die Vielen überströmend geworden.

16 Und ist nicht wie durch Einen, der gesündigt hat, so auch die Gabe ?

Denn das Urteil war von einem zur Verdammnis,

die Gnadengabe aber von vielen Übertretungen zur Gerechtigkeit.

17 Denn wenn durch die Übertretung des Einen der Tod durch den Einen geherrscht hat,

so werden vielmehr die, welche die Überschwenglichkeit der Gnade und

der Gabe der Gerechtigkeit empfangen,

im Leben herrschen durch den Einen, Jesum Christum ) -;

 18 also nun, wie es durch eine Übertretung gegen alle Menschen zur Verdammnis gereichte, so auch durch eine Gerechtigkeit gegen alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens.

 

19 Denn gleichwie durch des einen Menschen Ungehorsam die Vielen in die Stellung von Sündern gesetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt werden.

[1Kor 15, 21-24]

21 denn da ja durch einen Menschen der Tod kam, so auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.

22 Denn gleichwie in dem Adam alle sterben, also werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden.

23 Ein jeder aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling, Christus; sodann die, welche des Christus sind bei seiner Ankunft;

24 dann das Ende , wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt,

wenn er weggetan haben wird alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht.

 

[Röm 3, 26]

26 zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit,

dass er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an

Jesum ist.

 

[Jes 53, 11]

11 Von der Mühsal seiner Seele wird er Frucht sehen und sich sättigen.

Durch seine Erkenntnis wird mein gerechter Knecht die Vielen zur

Gerechtigkeit weisen, und ihre Missetaten wird er auf sich laden.

12 Darum werde ich ihm die Großen zuteil geben, und mit Gewaltigen

wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und den Übertretern beigezählt worden ist; er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Übertreter Fürbitte getan.

 

 20 Das Gesetz aber kam daneben ein auf dass die Übertretung überströmend würde. Wo aber die Sünde überströmend geworden, ist die Gnade noch überschwenglicher geworden, [Röm 7, 8] [Röm 7, 13] [Gal 3, 19] 21 auf dass, gleichwie die Sünde geherrscht hat im Tode , also auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesum Christum, unseren Herrn.

[Röm 6, 23]

23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christo Jesu, unserem Herrn.

 

Erklärung:

Es geht um den Vers 19 und darum, warum der Herr in seinem Wort in diesem Vers als Menge „die Vielen“ verwendet, wo er doch nur ein Vers davor von „alle“ spricht.

So er im Vers 19 „ALLE“ meint, hätte er auch „alle“ geschrieben. Nun steht hier aber nicht „ALLE“, sondern nun mal „die Vielen“.

Der Herr verwendet oft eine Bildhafte Sprache. Vor allem in der Offenbarung. Der Herr lässt es uns schon erkennen, wann etwas „Bildhaft“ ist und wann nicht.

Ein „Bild“ wie „Wolke“ oder „Meer“ oder „Berge“ ist durch das Wort selbst, vor allem im AT  gezeichnet (beschrieben). Ein Bild muss nun geistig aufgelöst werden, da wir sonst geistig nichts verstehen können.

Ein Zahlenverhältnis nun Bildhaft zu sehen und einfach aus „die Vielen“ „alle“ zu machen, verändert das Wort Gottes. Darüber müssen wir uns im Klaren sein.

Zuerst müssen wir mal hinnehmen, was da steht. Und wenn es nun mal so dasteht den Herrn bitten, warum hier „die Vielen“ und nicht „alle“ steht, wo er doch selbst nur ein Vers davor „alle“ verwendet.

 

Vers 18:

18 also nun , wie es durch eine Übertretung gegen alle Menschen zur Verdammnis gereichte, so auch durch eine Gerechtigkeit gegen alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens .

besagt, dass die Rechtfertigung für ALLE Menschen „ausreicht“. Das muss auch so sein. Sein Werk REICHT für alle. Denn wenn alle zu ihm kommen würden (wo er doch jeden annimmt der zu ihm kommt) muss es ja noch „REICHEN“. Er ist für ALLE gestorben, JA, das ist vollkommen richtig.

 

Dieser Vers sagt jedoch selbst nichts darüber, OB alle zu ihm kommen. Einfach nur, dass seine Gerechtigkeit für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens „gereicht“.

 

Vers 19:

19 Denn gleichwie durch des einen Menschen Ungehorsam die Vielen in die Stellung von Sündern gesetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt werden.

 

Alle haben gesündigt, das sehen wir an vielen Stellen. Es stellt sich hier in diesem Vers jedoch nicht die Frage ob ALLE gesündigt haben.

 

Allversöhner stellen an dieser Stelle die Frage:
Wie viele haben gesündigt?
    Die Antwort darauf von den Befragten: "ALLE haben gesündigt !"
Die weitere Erklärung dann:
Wenn hier also die Vielen mit Sünder in Verbindung gebracht werden, dann sind diese also ALLE, denn alle haben ja gesündigt: oder ?

    Die Antwort darauf im Chor: "Ja das stimmt, alle haben gesündigt und die Vielen hier sind ALLE."


Meine lieben Brüder und Schwestern,
die Frage: „Wie viele haben gesündigt?
   ist in diesem Vers die falsche Frage.
   Auf eine falsche Frage bekomme ich eine falsche Antwort, das ist das Problem.


Die Frage hier ist, wie viele „IN DIE STELLUNG von Sündern GESETZT worden sind, oder wie viel zu Sündern GEMACHT worden sind.

Das ist die Frage.

 

Der Sünder (und alle sind solche) wird durch das GESETZ zum Sünder gemacht.

Wir müssen hier den Block von Vers 12 bis Vers 19 im gesamten Betrachten.

 

Vers 12 zielt auf Vers 18, die Verse 13 bis 17 auf Vers 19 und Vers 20 ist die Ergänzung.

 

Hier graphisch aufbereitet:

 

 

Vers 19 umschreibt im Grunde alle Menschen, die von Gott wissen. Alttestamentlich und Neutestamentlich.

Wer hat übertreten ?                Alle unter dem Gesetz...

Waren ALLE unter Gesetz?        Nein, jedoch viele.

Sind ALLE in der Gnade?             Nein, jedoch viele (und noch VIELE) werden hinzukommen!

 

Preis und Ehre und Lob und Dank sei dem Vater im Himmel und dem Lamm und Gesalbten des Herrn, in Jesu Namen. 
.. denn die Gnade hat über das Gericht triumphiert….

 

Im Übrigen:

Die Verse 13 bis 17 sind in den alten Übersetzungen (auch noch unrevidierter Elberfelder woraus dieser Text stammt) in Klammer gesetzt. In neuen Übersetzungen fehlen die Klammern.

 

Wichtig ist, wir dürfen nicht einfach nur irgendwo irgendwas hineinlesen. Der Herr ist gnädig und zeigt uns schon, wie wir schauen müssen und auch, welche Fragen wir stellen müssen. Eine falsche Frage ergibt einen falschen Schluss.

 

Es geht um den Kampf um (gegen) das Wort Gottes:

Wie die listige Schlange Eva fragte: „Sollte Gott gesagt haben? …

Auch hier:

         Sollte Gott „die Vielen“ gesagt haben? {..oder meint er hier nicht etwa Alle? ..}

         Wer sich auf Fragen der List des Teufels einlässt, ist „bewahnt“ (wie Eva) und kann

         sich dem Bann der List hier nicht entziehen oder sich nur kaum wehren.

Allein die Bitte an den Vater er möge uns in dieser Sache durch den Heiligen Geist

aufklären und uns seine Sicht durch den Heiligen Geist geben,

kann uns vor falschen Fragen und falschen Schlüssen bewahren.

Und:

Liebe Brüder und Schwestern!

                   BITTE, bleibt bei all euren Betrachtungen im Kontext !!

 

Liebe Grüße und den reichen Segen des Herrn Jesus,

 

Gerhard Daniel.