Bedeutung und Sinn des Gesetzes:

Liebe Brüder und Schwestern,

 

das Schriftwort, Matthäus 5:

17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen.
Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!
18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.
19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel.

 

..gibt so manchen von uns Probleme. Zum einen bringt dies Teilweise eine gewisse Gesetzlichkeit zum Vorschein, anderen Orts wird dies gar als Widerspruch des Wortes Gottes selbst bewertet, wenn nämlich an anderer Stelle steht, dass wir allein aus Glauben errettet sind:


Mal der Reihe nach:


Römer 5:
12 Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben

[1Mo 2, 17] [1Mo 3, 19] [Röm 6, 23]
13 denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt; wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt.
[Röm 4, 15]

Galater 3:
16 Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: »und den Samen«, als von vielen, sondern als von einem: »und deinem Samen«, und dieser ist Christus.
17 Das aber sage ich: Ein von Gott auf Christus hin zuvor bestätigtes Testament wird durch das 430 Jahre danach entstandene Gesetz nicht ungültig gemacht, so dass die Verheißung aufgehoben würde.

[2Mo 12, 40]
18 Denn wenn das Erbe durchs Gesetz käme, so käme es nicht mehr durch Verheißung; dem Abraham aber hat es Gott durch Verheißung geschenkt.
19 Wozu nun das Gesetz? Der Übertretungen wegen wurde es hinzugefügt, bis der Same käme, dem die Verheißung gilt, und es ist durch Engel übermittelt worden in die Hand eines Mittlers.

[Röm 5, 20] [Apg 7, 38] [Apg 7, 53] [2Mo 5, 5] [Hebr 2, 2]
20 Ein Mittler aber ist nicht [Mittler] von einem; Gott aber ist einer.
21 Ist nun das Gesetz gegen die Verheißungen Gottes? Das sei ferne! Denn wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte, so käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz.

[Röm 8, 2-4]
22 Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung aufgrund des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben würde, die glauben.
[Röm 3, 9-20] [Röm 11, 32]

1. Kor 15:
56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde,
die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz.
[Röm 7, 8] [Röm 7, 11] [Röm 7, 13]


Wer Teile des Gesetzes halten will, muss das ganze Gesetzt halten:


Galater 5:
2 Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird euch Christus nichts nützen.
3 Ich bezeuge nochmals jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass er verpflichtet ist, das ganze Gesetz zu halten.
4 Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr durchs Gesetz gerecht werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen!
5 Wir aber erwarten im Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit;
6 denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.

[Gal 6, 15] [Röm 2, 26] [1Kor 7, 19]
7 Ihr lieft gut; wer hat euch aufgehalten, dass ihr der Wahrheit nicht gehorcht?
8 Die Überredung kommt nicht von dem, der euch berufen hat!
9 Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.

[1Kor 5, 6]
10 Ich traue euch zu in dem Herrn, dass ihr nicht anders gesinnt sein werdet; wer euch aber verwirrt, der wird das Urteil tragen, wer er auch sei.
[Gal 1, 7]
11 Ich aber, ihr Brüder, wenn ich noch die Beschneidung verkündigte, warum würde ich dann noch verfolgt? Dann hätte das Ärgernis des Kreuzes aufgehört!
[Gal 6, 12] [1Kor 1, 23] [1Kor 15, 30]
12 O dass sie auch abgeschnitten würden, die euch verwirren!
13 Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.

[1Pt 2, 16] [2Pt 2, 19]
14 Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt, in dem: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
15 Wenn ihr einander aber beißt und fresst, so habt Acht, dass ihr nicht voneinander aufgezehrt werdet!

[Jak 4, 2]

Jakobus 2:
10 Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden.
[Mt 5, 19]
11 Denn der, welcher gesagt hat: »Du sollst nicht ehebrechen!«, hat auch gesagt: »Du sollst nicht töten!« Wenn du nun zwar nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Übertreter des Gesetzes geworden.
12 Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen!
13 Denn das Gericht wird unbarmherzig ergehen über den, der keine Barmherzigkeit geübt hat; die Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht.

[Mt 5, 7] [Mt 18, 30] [Mt 18, 34] [Mt 25, 45-46]


Wozu nun das Gesetz?


Galater 3:
19 Wozu nun das Gesetz? Der Übertretungen wegen wurde es hinzugefügt, bis der Same käme, dem die Verheißung gilt, und es ist durch Engel übermittelt worden in die Hand eines Mittlers.


Was soll nun das Ganze?
Das Gesetz offenbart uns Sündhaftigkeit, denn ohne Gesetz wird Sünde nicht zugerechnet.
Also:
Ohne Gesetz gäbe es keine Erkenntnis von Sünde.
Wenn wir aber keine Erkenntnis von Sünde hätten bräuchten wir auch keine Erlösung, es wäre ja nicht nötig.

Wenn wir keine Erlösung brauchen, braucht Jesus auch nicht für uns sterben.

Wenn Jesus nun sagt:


Matthäus 5:
17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen.
Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!
18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.
19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel.


Was bedeutet das dann?
Es bedeutet, dass das Gesetzt nicht vergeht sondern praktisch immer aufrecht ist, eben deshalb, um auch künftig Menschen die Erkenntnis von Sünde zu zeigen.

Denn das Gesetz ist gut, so man es gesetzmäßig anwendet:


1. Tim 1:
7 sie wollen Lehrer des Gesetzes sein und verstehen doch nicht, was sie verkünden und als gewiss hinstellen.
8 Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig anwendet
[Röm 7, 12]
9 und berücksichtigt, dass einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern Gesetzlosen und Widerspenstigen, Gottlosen und Sündern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, die Vater und Mutter misshandeln, Menschen töten,
[1Kor 6, 9-11]
10 Unzüchtigen, Knabenschändern, Menschenräubern, Lügnern, Meineidigen und was sonst der gesunden Lehre widerspricht,
11 nach dem Evangelium der Herrlichkeit des glückseligen Gottes, das mir anvertraut worden ist.



Der Mensch nun, welcher durch das „gute Gesetz“ zur Erkenntnis der Sünde gelangt, wird auch erkennen das er durch das selbe nicht gerecht werden kann (wird) und eben Erlösung braucht.

So ist nun das Gesetz nötig und auch immer aufrecht, aufdass wir letztendlich zum Erlöser kommen. Denn niemand wird aus dem Gesetzt gerecht, außer durch den, der es erfüllt hat.

So weist nun das Gesetz auf den Erlöser hin, den wir alle so sehr nötig haben.
Deshalb wird der Herr es auch nicht „vergehen lassen“, denn er würde somit auch die Erkenntnis der Sünde nehmen und sein Opfer somit als unnötig erklären.

Die Wirksamkeit des Gesetztes jedoch ist aufgehoben für die, für welche der Herr Jesus selbst bezahlt hat, also für alle, welche an ihn glauben:


Hebr 10:
9 dann fährt er fort: »Siehe, ich komme, um deinen Willen, o Gott, zu tun«. [Somit] hebt er das erste auf, um das zweite einzusetzen.
10 Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, [und zwar] ein für allemal.

[Joh 17, 19]
...
14 Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden.

Oder auch

Römer 10:

1 Brüder, der Wunsch meines Herzens und mein Flehen zu Gott für Israel ist, dass sie gerettet werden.

2 Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach der rechten Erkenntnis.

3 Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.

4 Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.

 [Mt 5, 17] [Hebr 8, 13] [Joh 3, 18] [Gal 3, 24-25]


Nun also:
Die Wirksamkeit des Gesetzes ist aufgehoben für die welche an den Sohn Gottes glauben, obgleich das Gesetz als solches vorhanden ist für die, welche „noch“ nicht glauben, aufdass auch diese zur Erkenntnis der Sünde kommen um auch an den Erlöser zu glauben und Errettung finden.

Und bedenkt auch, was der Herr eben genau in


Matthäus 5 19 sagt:
Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel.


..sagt er: „…der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel..“
Oder sagt er: „.. der wird in den feurigen Pfuhl geworfen?


Nun aber:

Wo sind Errettete?
Im Himmel oder im Feuersee ?

 

Wir sind FREI vom Gesetz Mose, wir sollen den Vater im Himmel und unseren Nächsten lieben wie (als) uns selbst, durch die Liebe und den Glauben unseres Herrn, Jesus:

Matthäus 22:

36 Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz?

37 Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«.

38 Das ist das erste und größte Gebot.

39 Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.

40 An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.

 

         Römer 13:

9 Denn die [Gebote]: »Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren« – und welches andere Gebot es noch gibt –, werden zusammengefasst in diesem Wort, nämlich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!  [2Mo 20,14-17; 3Mo 19,18] 

10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

 

..und uns sind keine weiteren Lasten auferlegt, als dass wir uns enthalten von Götzenopfern, Blut und Erstickten und von Unzucht.

Apg 15:

24 Da wir gehört haben, dass etliche, die von uns ausgegangen sind, euch durch Reden verwirrt und eure Seelen unsicher gemacht haben, indem sie sagen, man müsse sich beschneiden lassen und das Gesetz halten, ohne dass wir sie dazu beauftragt hätten,

25 so haben wir, die wir einmütig versammelt waren, beschlossen, Männer zu erwählen und zu euch zu senden mit unseren geliebten Barnabas und Paulus,

26 Männern, die ihr Leben hingegeben haben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus.

27 Wir haben deshalb Judas und Silas gesandt, die euch mündlich dasselbe verkündigen sollen.

28 Es hat nämlich dem Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzuerlegen, außer diesen notwendigen Dingen,

29 dass ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht; wenn ihr euch davor bewahrt, so handelt ihr recht. Lebt wohl!


Zudem, Geliebte:
Wenn wir den Buchstaben nach im Wort Gottes nach Widersprüchen suchen, werden wir diese finden. Ist die Fragestellung falsch (falsche Herzenshaltung), ist auch die Antwort falsch, denn dem Verkehrten ist er verkehrt.

So du nun den Buchstaben nach scheinbare Widersprüche findest, musst du die Fragen wie folgt stellen:
Lieber Vater im Himmel, ich verstehe nicht ganz, was da steht. Es ist mir jedoch wichtig in meinem Herzen zu verstehen, wie das nun gemeint ist. Bitte zeige mir im Namen deines lieben Sohnes Jesus, wie sich die Sache verhält.

Dann, geliebte Brüder und Schwestern, wird uns der Heilige Geist die Zusammenhänge als Ergänzung aufzeigen und wir werden verstehen. Im Herzen, als auch im Verstand.
Bedenke: Als ERGÄNZUNG und nicht als Widerspruch...

Liebe Grüße und den reichen Segen des Herrn Jesus,


Gerhard Daniel.