Auslegung der Speisung der 4.000 als Vorschattung der Errettung von Auserwählten in der großen Drangsal der Völker.

 

Im Allgemeinen werden die Speisungen der 5.000 und der 4.000 als Wunder bezeichnet, was sie natürlich auch waren.

Zunehmend bin ich der Ansicht, dass es sich bei den Speisungen auch um eine Vorschattung „künftiger“ und aktueller Ereignisse geht. Vom Erlösungswerk über das Entstehen der Gemeinde, bis zur Errettung des Volkes Israel, in der Form von „Kurzfilmen“ also eine jeweilige „Vorschattung“ bzw. „Schau“ auf bestimmte Ereignisse darstellt.

 

Vorab ganz kurz:
      Die Speisung der 4.000 zeigt uns die Bewahrung von Auserwählten in der allerletzten Zeit.

 

Leitfaden ist die Erzählung dieses Wunders (Gleichnisses) aus dem Evangelium nach Matthäus:
 

Zahlreiche Heilungen
Matthäus 15:
 29 Und Jesus zog von dort weiter und kam an den See von Galiläa; und er stieg auf den Berg und setzte sich dort.  

Der Berg steht hier für den „Berg des Herrn“. „Berge“ stehen im Wort Gottes überwiegend für „Organismen“…


30 Und es kamen große Volksmengen zu ihm, die hatten Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich. Und sie legten sie zu Jesu Füßen, und er heilte sie,  31 so dass sich die Menge verwunderte, als sie sah, dass Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gingen und Blinde sehend wurden
; und sie priesen den Gott Israels.  [
Mk 7, 37]

Der Herr wird am Ende der Tage auch durch sein Volk Zeichen und Wunder tun. „Sie priesen den Gott Israels…“ deutet darauf hin, dass hier größtenteils „Heiden“ geheilt wurden. Dies deutet darauf hin, dass es am Ende aus aller Welt Menschen (Auserwählte) sind.


32 Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach: Ich bin voll Mitleid mit der Menge; denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen, und ich will sie nicht ohne Speise entlassen, damit sie nicht auf dem Weg verschmachten. [

Einschub aus Markus 8:

1 In jenen Tagen, als eine sehr große Volksmenge zugegen war und sie nichts zu essen hatten,

„In jenen Tagen“ bezieht sich nicht nur auf die drei Tage welche die Volksmenge bei ihm war, es bezieht sich auf eine allgemein „schlechte Zeit“, eine Vorschattung auf die „letzte“ Zeit.

rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen:  2 Ich bin voll Mitleid mit der Menge, denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen 3 Und wenn ich sie ohne Speise nach Hause entlasse, so werden sie auf dem Weg verschmachten, denn etliche von ihnen sind von weit her gekommen.

Zum Unterschied der Speisung der 5.000 ist die Volksmenge bereits 3 Tage bei ihm. Der Herr ist besorgt, dass sie nicht verschmachten.

Sie waren bereits drei Tage bei ihm. Im Bezug auf die 70. Jahrwoche beginnt nach drei Tagen die Mitte der 70. Jahrwoche. (Offb 11…)

Das „von weit her gekommen“ bezeugt hier in dem Sinne, „weltweit“.


33 Und seine Jünger sprachen zu ihm: Woher sollen wir in der Einöde so viele Brote nehmen, um eine so große Menge zu sättigen?  34 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben, und ein paar Fische.

Die Zahl „Sieben“ zeigt hier folgende Zusammenhänge:

Die 7 Geister Gottes, 7 Jahre, 7 Gemeinden (die sieben Gemeinden in der Offenbarung beziehen sich auf „alle“ Gemeinden).

Die sieben Siegel sichern das Buch der Gerichte (Offb. 5, 1). Die sieben Schalen sind mit dem Zorn Gottes gefüllt (Offb.16,1)

Weiters:

Vollkommenheit, Vollständigkeit, nach der Weisheit Gottes. Schöpfungswoche mit dem siebten Tag als besonderem Ruhetag Sabbat = Samstag. Das Fest der ungesäuerten Brote und das Laubhüttenfest dauerten je sieben Tage (2. Mose 34,18; 3. Mose 23,34).

Wie auch sieben Tage der 70. Jahrwoche, also auch sieben Jahre.

 
35 Da gebot er dem Volk, sich auf die Erde zu lagern,  36 und nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern; die Jünger aber gaben sie dem Volk.  

Im Unterschied zur Speisung der 5.000 lagert sich die Volksmenge nicht im grünen Gras, sondern auf der Erde. Es ist eine Einöde, keine fruchtbare Gegend mehr.

37 Und sie aßen alle und wurden satt und hoben auf, was an Brocken übrig blieb, sieben Körbe voll.  

Die vollen sieben Körbe bezeugen hier, dass der Herr Auserwählte im „Überfluss“ zu Nähren im Stande ist.

Die 7 Körbe bezeugen, dass aus allen Gemeinden Auserwählte sowohl „geistig – die  7 Geister Gottes – als  auch „körperlich“ ernährt werden. (Die Frau in der Wüste aus Offb. 12..)

38 Es waren aber etwa 4000 Männer, die gegessen hatten, ohne Frauen und Kinder.

      Die Zahl 4.000:

Aufgeteilt in 4 und Tausend:

4 = Die Frau aus der Hauptesordnung (1. Gott Vater, 2. Gott Sohn, 3. Mann, 4. Frau) Aus diesen 4 Grundzahlen ergibt sich die Hauptesordnung nach 1.Kor.11.3: Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist,das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott.

   Über die Hauptesordnung wurde schon viel ausgelegt und diskutiert. Sie ist schwer mit dem menschlichen Ego in Einklang zu bringen. Wir sollten bei allen Auslegungsversuchen nicht vergessen, dass sich die Hauptesordnung 1,2,3,4, (Gott Vater, Gott Sohn, Mann, Frau) aus den 4 Grundzahlen der Schöpfung ergibt und damit nicht veränderbar ist. Man kann es auch so ausdrücken: Wer sich unter sein Haupt nicht unterordnen kann oder will, der passt nicht in die göttliche Struktur dieser Schöpfung. Wenn wir diese göttlichen Gegebenheiten ablehnen, dann lehnen wir den Schöpfer dieses Universums ab.

4 = die Zahl der Erde und „40“ die Zahl der Zubereitung.

4 ist außerdem die Zahl der vier Enden der Erde (Jes. 11, 12), der irdischen Vollständigkeit und U n i v e r s a I i t ä t, die den Stempel der Schwachheit trägt, wie hoch der Mensch sich auch rühmen mag. Sie ist die Zahl der vier Winde des Himmels (Jer. 49, 36; Dan 7, 2); der verschiedenen und gegensätzlichen Einflüsse, deren Wirkungsbereich die Erde ist.

In vier Tieren werden die heidnischen Weltreiche dargestellt (Dan 7, 3.12), die in ihrer Unumschränktheit über die ganze Erde herrschen. Die vier lebendigen Wesen wachen über die ganze Erde (Offb. 4 und 5).

4 = auch in alle oder von allen vier Himmelsrichtungen. Den „ganzen“ Erdkreis betreffend (Matthäus 24,31; Offenbarung 7,1). Anzahl der Evangelien im Neuen Testament.

Die Zahl 1.000 (erklärt aus 10 x 10 x 10)
10 = Die Zahl der Fülle, Vollzahl, Verantwortung und Ziel.
Es bleibt nicht bei der ursprünglichen „1“, sondern alles trägt zur Fülle Gottes, der „1“,  bei, Eph.3,19.  Neben dem numerischen Wert vermittelt die Zahl (1000) die Botschaft „ganz gewiss alle in dieser Zeit und Welt“. Die Zahl ist die Multiplikation von 10 x 10 x 10. Der Faktor Zehn repräsentiert „alle dieser Zeit und Welt“. Das dreimalige Auftreten des Faktors zehn bedeutet: ganz gewiss, ohne jeden Zweifel. Beispiele: ein Tag versus tausend Jahre (Psalm 90,4;2. Petrus 3,8);

Gesamt betrachtet bedeutet in diesem Zusammenhang die Zahl 4.000:

 

Es sind „ganz gewiss und ohne Zweifel“ „herausgeteilte“,   „herausgerufenen“, geprüften und in ihrem Wandel bestätigte Auserwählte vom ganzen Weltkreis, welche er in der Wüste ernährt und vor dem Tier Schützt! Preis den Herrn!

 

Warum sind es Auserwählte?

Wenn das Wort Gottes von Auserwählten spricht, ist dies nicht nur eine einzige bestimmte Gruppe, es gibt „Auswahl“ in verschiedenen Ebenen.

Beispiele: Für den irdischen Überrest des Volkes Israel gibt es eine Auswahl, ebenso eine Auswahl des Überrestes des Volkes Israel für himmlische Bereiche.

Es gibt eine Auswahl aus vielen Berufenen, als auch eine Auswahl derer, welche "lebendig" durch die große Drangsal der Völker gehen....

 

 39 Und nachdem er die Volksmenge entlassen hatte, stieg er in das Schiff und kam in die Gegend von Magdala.

 

Die Speisung der 5.000 bezieht sich auf die herzuberufende Ekklesia (Gemeinde), von der Gründung der Gemeide, bis zur Hinzunahme des Überrestes des Volkes Israel.

Die Speisung der 4.000 auf die Auserwählten der allerletzten Zeit. Das Verhältnis 5.000 zu 4.000 sagt hier aber nichts über tatsächliche Mengenverhältnisse.

 

            Noch ein Zusatz:

 

            Math. 16:

Die Pharisäer und Sadduzäer fordern ein Zeichen

1 Und die Pharisäer und Sadduzäer traten herzu, versuchten ihn und verlangten, dass er ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen möge.
2 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Am Abend sagt ihr: Es wird schön, denn der Himmel ist rot!

3 und am Morgen: Heute kommt ein Ungewitter, denn der Himmel ist rot und trübe! Ihr Heuchler, das Aussehen des Himmels versteht ihr zu beurteilen, die Zeichen der Zeit aber nicht!

4 Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona! Und er verließ sie und ging davon.

Warnung vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer

5 Als seine Jünger ans jenseitige Ufer kamen, hatten sie vergessen, Brot mitzunehmen.
6 Jesus aber sprach zu ihnen: Habt Acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!
7 Da machten sie sich untereinander Gedanken und sagten: Weil wir kein Brot mitgenommen haben!
8 Als es aber Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, was macht ihr euch Gedanken darüber, dass ihr kein Brot mitgenommen habt?

9 Versteht ihr noch nicht, und denkt ihr nicht an die fünf Brote für die Fünftausend, und wie viele Körbe ihr da aufgehoben habt?

10 Auch nicht an die sieben Brote für die Viertausend, und wie viele Körbe ihr da aufgehoben habt?

11 Warum versteht ihr denn nicht, dass ich euch nicht wegen des Brotes gesagt habe, dass ihr euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer hüten solltet?
12 Da sahen sie ein, dass er nicht gesagt hatte, sie sollten sich hüten vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

 

            Geliebte, diese Begebenheiten:

Zum einen das Zeichen welches die Schriftgelehrten forderten, als auch die „unverständigen“ Jünger, bezüglich des Sauerteiges:

Diese Dinge sind hier ganz bewusst angeführt in der Folge der Speisung der 4.000.

 

Das Zeichen was gefordert wurde war hier ja nicht  einfach nur so gefordert, sondern eben deshalb, weil davon natürlich auch kundgetan wurde. Er tat so ein großes Zeichen an so vielen! Nun wollen auch WIR ein Zeichen…, so die Schriftgelehrten.

 

Er sagte hierauf:

4 Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona! Und er verließ sie und ging davon.

 

Zudem benannte der Herr Jesus diese gegenüber den Jüngern als Sauerteig und dass sie sich davor hüten sollen.

Sie brachten das zuerst mit dem Brot und physikalischen Sauerteig in Verbindung, „weil wir kein Brot mitgenommen haben…“

 

Worauf dies dann der Herr jedoch eindeutig aufklärt, dass er den Sauerteig (falsche Lehren) der Schriftgelehrten meinte.

 

So wie damals, gibt es auch heute „verdrehte“ Lehren.

Die geistige Deutung der Speisung der 4.000 zeigt uns eindeutig, dass es keine Vor-Entrückung im großen Stil gibt.

 

Eine solche Lehre ist auch nichts anderes wie Sauerteig, wovor wir und hüten sollen.

 

 

Liebe Brüder und Schwestern,

 

prüft in eurem Herzen, ob es sich so verhält. Der Herr ist so unendlich gnädig und voller Liebe, wir können das überhaupt nicht begreifen.

So ein oft zitiertes „Wunder“ und ein als solches „katalogisiertes“, birgt solche Offenbarung in sich!

 

Wie unendlich reich und groß ist der Schatz der heiligen Schrift.

 

Siehe hierzu auch:

Speisung der 5000

Entrückung

Harmageddon

 

Liebe Grüße und die Gnade des Herrn Jesus sei allzeit mit euch!

 

Gerhard Daniel.

 

Prüfet aber alles, das Gute behält!