Auslegung der Speisung der 5.000 als Vorschattung des Erlösungswerkes, Gemeindebau und Errettung des Volkes Israel.

Im Allgemeinen werden die Speisungen der 5.000 und der 4.000 als Wunder bezeichnet, was sie natürlich auch waren.

Zunehmend bin ich der Ansicht, dass es sich bei den Speisungen auch um eine Vorschattung „künftiger“ und aktueller Ereignisse geht. Vom Erlösungswerk über das Entstehen der Gemeinde, bis zur Errettung des Volkes Israel, in der Form von „Kurzfilmen“ also eine jeweilige „Vorschattung“ bzw. „Schau“ auf bestimmte Ereignisse darstellt.

Vorab ganz kurz:

Die Speisung der 5.000 ist der kürzeste und effizienteste Kurzbericht der Heilsgeschichte. Sie stellt das Erlösungswerk, den Aufbau der Gemeinde und das Wiedereinpfropfen des Volkes Israel in den  edlen Baum, durch das Brot des Lebens, des Herrn Jesus dar.

Leitfaden ist die Erzählung dieses Wunders (Kurzfilm) aus dem Evangelium nach Johannes:

Johannes 6, die Speisung der 5000.


 1 Danach fuhr Jesus über den See von Galiläa bei Tiberias.  2 Und es folgte ihm eine große Volksmenge nach, weil sie seine Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.  3 Jesus aber ging auf den Berg und saß dort mit seinen Jüngern beisammen.  4 Es war aber das Passah nahe, das Fest der Juden.  

Die Nähe des Passahfestes zeigt uns hier den Bezug zum Passah, das absolut notwenige Erlösungswerk des Herrn.

 
5 Da nun Jesus die Augen erhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kam,

Einschub (Ergänzung) aus Lukas 9:
11 Als aber die Volksmenge es erfuhr, folgten sie ihm nach; und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reich Gottes, und die, welche Heilung brauchten, machte er gesund.  12 Aber der Tag fing an, sich zu neigen;

Der sich „neigende Tag“ zeigt hier auch das nahende Passah. Als Jesus hier war, war es „Tag“ -> Er war das Licht der Welt. Der sich neigende Tag zeigt an, dass es finster wird. Nach dem Passah wurde es finster..

und die Zwölf traten herzu und sprachen zu ihm: Entlasse das Volk, damit sie in die Dörfer und die Höfe hingehen und einkehren und Speise finden; denn wir sind hier an einem einsamen Ort!


sprach er zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese essen können?  6 (Das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er selbst wusste wohl, was er tun wollte.)  7 Philippus antwortete ihm: Für 200 Denare Brot reicht nicht aus für sie, dass jeder von ihnen auch nur ein wenig bekommt!

Einschub (Ergänzung) aus Matthäus 14:
16 Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben es nicht nötig, wegzugehen.
Gebt ihr ihnen zu essen!


 8 Da sprach einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, zu ihm:  9 Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele?  

Der Knabe (mit den fünf Broten und den zwei Fischen) stellt hier den Stamm Juda dar. Die fünf Brote und zwei Fische stellen den Erlöser aus Juda dar, den Herrn Jesus selbst. Er wusste wohl was er vorhat, was ja Johannes in Klammern auch anführt (Joh 6, 6)!

Im Detail zu den fünf Broten und zwei Fischen.
Bitte prüfen, ich sehe das im Geist wie folgt: Die fünf Brote sind sein Leib, den er für uns gibt, welcher „gebrochen und vermehrt wird.

Zudem sind es Gerstenbrote. Im Wort stehen Weizen und Gerste vielfach für Israel und die Nationen. Die Gerstenbrote zeugen auch in dem Zusammenhang die Evangelisation der Nationen!!
Die zwei Fische zeigen uns das „Fleisch ohne Blut“. Fische haben kein Blut in dem Sinne. Die Fische zeigen hier auf sein „vergossenes Blut“ hin, weil sie Fleisch ohne Blut sind, welches „ausgeflossen“ ist, für uns zur Vergebung der Sünden.

Zudem: Die 5 steht für die Gnade, die 2 für den Sohn, nach der Hauptesordnung, 1. Gott Vater, 2. Gott Sohn, 3. Mann, 4. Frau.


10 Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich setzen! Es war nämlich viel Gras an dem Ort.

Einschub aus Markus 4:
Das Gras
steht hier für Wachstum.
Markus 4:

26 Und er sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft 27 und schläft und steht auf Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst, dass er's nicht weiß.7 So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis auf die Zukunft des HERRN. Siehe, ein Ackermann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und ist geduldig darüber, bis er empfange den Frühregen und den Spätregen. [
Jak 5, 7] 28 Denn die Erde bringt von selbst zum ersten das Gras, darnach die Ähren, darnach den vollen Weizen in den Ähren. 29 Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er bald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.

Einschub (Ergänzung) aus Markus 6:
39 Und er befahl ihnen, dass sich alle in Gruppen ins grüne Gras setzen sollten.  40 Und sie setzten sich gruppenweise, zu hundert und zu fünfzig.

Die Größen der Gruppen stellen die Größe der Gemeinden dar, welche dem Herrn gefällt.

Lukas 12: 
32 Fürchte dich nicht, du kleine Herde; denn es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben.


Da setzten sich die Männer; es waren etwa 5000.
           
Die Zahl  5.000:

Aufgeteilt in 5 und Tausend:
Die Zahl 5:
Die Zahl der Gnade. Bei Abram kommt das „H“, die Gnade, dazu (Abraham). Die Vollzahl der Gnade (50) bedeutet auch ein Halljahr, ein Neuanfang, eine neue Zeit, Gnade und Befreiung. Erkennen, dass die Werke nicht genügen und alle die Gnade benötigen, auch die Engel. Zum Schluss gilt nur noch: Durch Gnade und Glauben allein gerecht vor Gott. Damit ist die „ 5“ auch die Zahl der Erlösung und des Silbers.

Die Zahl 1.000 (erklärt aus 10 x 10 x 10)
10 = Die Zahl der Fülle, Vollzahl, Verantwortung und Ziel.
Es bleibt nicht bei der ursprünglichen „1“, sondern alles trägt zur Fülle Gottes, der „1“,  bei, Eph.3,19.  Neben dem numerischen Wert vermittelt die Zahl (1000) die Botschaft „ganz gewiss alle in dieser Zeit und Welt“. Die Zahl ist die Multiplikation von 10 x 10 x 10. Der Faktor Zehn repräsentiert „alle dieser Zeit und Welt“. Das dreimalige Auftreten des Faktors zehn bedeutet: ganz gewiss, ohne jeden Zweifel. Beispiele: ein Tag versus tausend Jahre (Psalm 90,4;2. Petrus 3,8);

Demnach steht hier die Zahl 5.000 für „ganz gewiss, ohne jeden Zweifel“ alle herzugerufenen  und erretteten Menschen aus Gnade und Glaube (denn welche dort waren, „glaubten“ an ihn), durch das Brot des Lebens! Preis den Herrn!


 11 Und Jesus nahm die Brote, sagte Dank und teilte sie den Jüngern aus, die Jünger aber denen, die sich gesetzt hatten; ebenso auch von den Fischen, so viel sie wollten.
 
          
Aus dieser Sicht heraus nun, dürfen wir die absolute LIEBE Gottes sehen!

Einschub aus Math. 14,19:
19 Und er befahl der Volksmenge, sich in das Gras zu lagern, und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie dem Volk.

Er bricht das Brot und sagt „DANK“! Das Brechen des Brotes ist SEIN LEIB!

Er bedankt sich bei Gott dafür, dass er seinen LEIB hingeben kann, das Brot des Lebens! Liebe Brüder und Schwestern, DAS IST LIEBE!

Er wusste ja absolut, was da geschieht und was es bedeutet! Er wusste, dass dies seine Mission, seine Passion, DAS Erlösungswerk ist!!

Die Jünger stehen hier für diejenigen, welche die frohe Botschaft verkünden! Die Evangelisten!
 

 12 Und als sie gesättigt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt!  

13 Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig geblieben waren, welche gegessen hatten.


Und das ALLERBESTE kommt zum Schluss!

Er befahl alles zu „sammeln“, damit nichts verdirbt (oder verloren geht!)!

Dies nun ist die Sammlung des Volkes Israel am Ende, wenn die Vollzahl im Leib Christi aus den Nationen vollendet ist (alle herzugerufenen gespeist sind!)!

                        Die zwölf Körbe stehen für die 12 Stämme Israels!

„Korb“ als solcher steht für Israel, auch Mose ward in einem Korb bewahrt!

                        Die übrig gebliebenen Brocken sind der „Überrest“

Hierin zeigt sich auch, dass die Ersten die Letzten sein werden. Die Juden waren die Ersten im Leib Christi und werden auch die Letzten sein.

Röm 9, 27

Jesaja aber ruft über Israel aus: »Wenn die Zahl der Kinder Israels wäre wie der Sand am Meer, so wird doch nur der Überrest gerettet werden;

Röm 11, 5

So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest vorhanden aufgrund der Gnadenwahl.

14 Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll.

15 Da nun Jesus erkannte, dass sie kommen und ihn ergreifen wollten, auf dass sie ihn zum König machten, entwich er wieder auf den Berg, er selbst allein.

Anfechtung:

Wir müssen uns vor Augen halten:

Der Herr hat sich beim Vater im Himmel dafür bedankt, dass er seinen eigenen Leib hingeben kann, zur Errettung der Vielen.

Der Vater wirkte es und es kam zur Speisung der 5.000.

Nun, als sie gegessen hatten und auch sahen was er alles machte, wollten sie ihn zum König machen.

Weltlich gesehen, eine große Ehre!

Wer würde sich nicht zum König machen lassen? Im Grunde war dies eine Versuchung vom Widersacher durch die Massen, den Herrn Jesus VOR der ZEIT zum König zu machen, um nur eines zu verhindern, sein Erlösungswerk!!

Unser Herr Jesus, ALLZEIT im GEIST wehrte dieser „großen Versuchung“ er entwich wieder auf den Berg um mit seinem Vater ALLEIN zu sein.

 

Lese bitte in diesem Zusammenhang auch das Kapitel 11 vom Brief  an die Römer!

 

Unmittelbar danach geht Jesus im Besonderen wegen der Speisung der 5.000 im Dialog mit den Juden noch näher darauf ein! Aus dieser Offenbarung heraus, bekommen wir zu den nachfolgenden Stellen noch einen höheren Bezug!

 

Jesus Christus – das Brot des Lebens (Joh 6, 28 – 58)

28 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirken?  29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.  30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du denn für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du?  31 Unsere Väter haben das Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: »Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen«.

32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel. 

33 Denn das Brot Gottes ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.  34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot!

 
35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.
 

36 Aber ich habe es euch gesagt, dass ihr mich gesehen habt und doch nicht glaubt.  37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. 

38 Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.  

39 Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich es auferwecke am letzten Tag. 

40 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 


41 Da murrten die Juden über ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist,
  42 und sie sprachen: Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann dieser denn sagen: Ich bin aus dem Himmel herabgekommen? 

43 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander!  44 Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.  45 Es steht geschrieben in den Propheten: »Und sie werden alle von Gott gelehrt sein«. Jeder nun, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir.  46 Nicht, dass jemand den Vater gesehen hätte; nur der, welcher von Gott ist, der hat den Vater gesehen. 

47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben. 

48 Ich bin das Brot des Lebens.  

49 Eure Väter haben das Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben; 

50 dies ist das Brot, das aus dem Himmelherabkommt, damit, wer davon isst, nicht stirbt. 

51 Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot isst, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.

 
52 Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns [sein] Fleisch zu essen geben?
 

53 Darum sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. 

54 Wer mein Fleisch isst und mein Bluttrinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.  

55 Denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise, und mein Blut ist wahrhaftig Trank. 

56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. 

57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich um des Vaters willen lebe, so wird auch der, welcher mich isst, um meinetwillen leben. 

58 Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; es ist nicht wie das Manna, das eure Väter gegessen haben, und sind gestorben; wer dieses Brot isst, der wird leben in Ewigkeit!


Liebe Brüder und Schwestern,

prüft in eurem Herzen, ob es sich so verhält. Der Herr ist so unendlich gnädig und voller Liebe, wir können das überhaupt nicht begreifen.

So ein oft zitiertes „Wunder“ und ein als solches „katalogisiertes“, birgt solche Offenbarung in sich!

Wie unendlich reich und groß ist der Schatz der heiligen Schrift.

 

Siehe hierzu auch:

Speisung der 5000

Entrückung

Harmageddon

 

Liebe Grüße und die Gnade des Herrn Jesus sei allzeit mit euch!

 

Gerhard Daniel.

 

Prüfet aber alles, das Gute behält!

Gerhard Daniel.