Taufe:

 

Der Herr Jesus, als von den Toten auferstanden versammelt die Jünger vor seiner Hinwegnahme in den Himmel, trat herzu und sprach:

 

Matt. 28:

16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte.

17 Und als sie ihn sahen, warfen sie sich anbetend vor ihm nieder; etliche aber zweifelten.

18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.

[Mt 11, 27] [Eph 1, 20-22]

19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

[Mt 24, 14] [Mk 16, 15-16] [2Kor 5, 20]

20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.

[Mt 18, 20]

 

diese Worte des Herrn Jesus, sind allgemein hin auch als der Missionsbefehl bekannt.

 

Als der Herr noch bei den Jüngern war, sprach er zu den Jüngern in

Joh. 14:

23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

[Spr 8, 17] [Eph 3, 17]

24 Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.

[Joh 7, 16-17]

25 Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin;

26 der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

 

Er kündigte den Beistand (Heiligen Geist) an. Dieser wird die Jünger an alles erinnern, was er ihnen gesagt hat, dass sie tun sollen.

 

Nur eine kurze Zeit später, 10 Tage nach der Hinwegnahme des Herrn Jesus in den Himmel, sendet der Vater in seinem Namen den Beistand. Die Jünger werden mit diesem Ereignis vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden....

In diesem Geisterfüllten Zustand hält Petrus die weitläufig bekannte

„Pfingstpredigt“ Apg. 2, 14 – 36.

 

Die Zuhörer welchen es durch Herz drang, sprachen nun zu Petrus und den übrigen Aposteln:

 

Apg. 2:

37 Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?

[Apg 16, 30] [Lk 3, 10]

38 Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

[Apg 3, 17-19] [Lk 24, 47]

39 Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.

 

Die Bereitwilligen ließen sich taufen:

 

Apg. 2:

41 Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3000 Seelen hinzugetan.

42 Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.

 

Wenn wir nun das bisher geschehene ansehen und bedenken, dass nur eine sehr kurze Zeit vom „Befehl“ bis zur ersten „Ausführung“ verstrichen ist...

und auch bedenken, dass der Herr Jesus eindeutig darauf hinweist, dass der Heilige Geist sie alles Lehren und an alles erinnern wird, gibt es nur einen Schluss:

 

Petrus hat die Worte aus Matt. 28, 19 als Befehl verstanden und der Heilige Geist zeigte ihm nur wenige Tage später, wie er diesen Befehl anzuwenden, bzw. auszuführen hat. Denn es war klar die „Tat“ des Heiligen Geistes, denn aus Menschenwerk könnte wohl niemand an nur einem Tag etwa 3000 Seelen der Gemeinde Gottes hinzutun können.

 

Es gibt bis jetzt also nur einen einzig möglichen Schluss:

Das eine ist der Befehl des Herrn:

So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

Das andere ist die Umsetzung des Befehls, also die Ausführungsform.

Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden

 

Wie sieht es nun mit weiteren Stellen hierzu aus:

 

In Samaria gibt es einen speziellen Fall:

Apg. 8:

5 Und Philippus kam hinab in eine Stadt von Samaria und verkündigte ihnen Christus.

[Apg 6, 5]

6 Und die Volksmenge achtete einmütig auf das, was Philippus sagte, als sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat.

7 Denn aus vielen, die unreine Geister hatten, fuhren diese mit großem Geschrei aus; es wurden aber auch viele Gelähmte geheilt und solche, die nicht gehen konnten.

[Mk 16, 17]

8 Und es herrschte große Freude in jener Stadt.

9 Aber ein Mann namens Simon hatte zuvor in der Stadt Zauberei getrieben und das Volk von Samaria in seinen Bann gezogen, indem er sich für etwas Großes ausgab.

10 Ihm hingen alle an, klein und groß, indem sie sprachen: Dieser ist die große Kraft Gottes.

11 Sie hingen ihm aber an, weil er sie so lange Zeit durch seine Zaubereien in seinen Bann gezogen hatte.

12 Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und vom Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sich Männer und Frauen taufen.

13 Simon aber glaubte auch und hielt sich, nachdem er getauft war, beständig zu Philippus; und als er sah, dass Zeichen und große Wunder geschahen, geriet er außer sich.

14 Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen.

15 Diese kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen;

16 denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus.

17 Da legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist.

 

Mal bis hier her:

Wir müssen das im Block ansehen und nicht nur eine einzige Stelle:

Zusammenfassend kann hier gesagt werden:

Der Herr wirkte durch Philippus große Werke und daraufhin ließen sich Männer und Frauen taufen. Das Philippus auf den Namen des Herrn Jesus getauft hat ist klar, denn

die Apostel Petrus und Johannes erkannten, dass sie zwar auf den Namen des Herrn Jesus getauft waren (durch Philippus), der Heilige Geist jedoch noch auf keinen von ihnen gefallen war. Da legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.

 

Warum hatten sie den Heiligen Geist nicht empfangen, obgleich sie auf den Namen des Herrn Jesus getauft wurden?

Geliebte, es war nicht die Schuld des Philippus, dass er hier was nicht richtig gemacht hätte.

Dieser gesamte Block ist wunderbar zu betrachten und der Herr weiß genau warum er diese Ereignisse so ausschmückt.

 

Der Grund, warum sie den Heiligen Geist noch nicht empfangen hatten, lag nicht an einer Fehlhandlung des Philippus, oder er vielleicht vergaß die Hände aufzulegen.

 

Der Grund war der „lange Zauberdienst im Geistbereich“ durch den Zauberer Simon.

11 Sie hingen ihm aber an, weil er sie so lange Zeit durch seine Zaubereien in seinen Bann gezogen hatte.

 

Der Bann in welchen er sie so lange Zeit gezogen hat verhinderte den Empfang des Heiligen Geistes, OGBLEICH sie auf den Namen des Herrn Jesus getauft waren.

 

Petrus und Johannes erkannten dies und durch das Auflegen ihrer Heiligen Hände konnte auch der Bann gebrochen werden, zum Empfang des Heiligen Geistes.

 

Geliebte, diese wunderbare „Geschichte“ räumt auch mit anderen Irrtümern auf.

Weiter unten sehen wir dann noch das Ereignis der Taufe vom Kämmerer aus Äthiopien, welcher ebenfalls von Philippus getauft wurde. Die Taufe des Kämmerers wird auch oft als Beispiel genannt, dass Philippus hier nicht auf den Namen Jesus getauft hat (nur weil es nicht explizit angeführt ist). Da Philippus in Samaria eindeutig auf den Namen des Herrn Jesus taufte und auch er selbst als einer der „ersten Stunde“ auf den Namen des Herrn Jesus getauft war, ist jede Interpretation, dass er den Kämmerer nicht auf den Namen des Herrn Jesus taufte, frei interpretiert und erfunden.

Richtig ist, dass bei der Stelle beim Kämmerer nichts zu sehen ist von der Auflegung der Hände zum Empfang des Heiligen Geistes.

Dies tat er in Samaria ja offensichtlich auch nicht. Bei den Samariern war jedoch nicht ein „Vergessen“ des Handauflegens von Philippus schuld, sondern ein Zauberbann.

Beim Kämmerer lesen wir nichts davon, dass dieser eine lange Zeit unter dem Bann eines Zaubers stand. Da er gar nach Israel ging um anzubeten, war dieser vom Herrn bereitet und Philippus trat in den Dienst den der Herr ihm befahl.

Beim Kämmerer reichte die Taufe im Wasser auf den Namen des Herrn Jesus, er war vom Herrn bereitet.

 

 

18 Als aber Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld

19 und sprach: Gebt auch mir diese Vollmacht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt!

20 Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können!

21 Du hast weder Anteil noch Erbe an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott!

Wir müssen hier erkennen das Petrus dies zu einem sagt, der auf den Namen des Herrn Jesus getauft ist! Der Herr Jesus wird dir die Bedeutung hierüber erklären, hierzu muss ich nichts schreiben...

22 So tue nun Buße über diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir die Tücke deines Herzens vielleicht vergeben werden mag;

23 denn ich sehe, dass du in bitterer Galle steckst und in Fesseln der Ungerechtigkeit!

24 Da antwortete Simon und sprach: Betet ihr für mich zum Herrn, dass nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme!

25 Sie nun, nachdem sie das Wort des Herrn bezeugt und gelehrt hatten, kehrten nach Jerusalem zurück und verkündigten dabei das Evangelium in vielen Dörfern der Samariter.

 

Die Taufe des Kämmerers:

Apg. 8:

34 Da wandte sich der Kämmerer an Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet dies? Von sich selbst oder von einem anderen?

35 Da tat Philippus seinen Mund auf und begann mit dieser Schriftstelle und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus.

36 Als sie aber auf dem Weg weiterzogen, kamen sie zu einem Wasser, und der Kämmerer sprach: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?

37 Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt! Er antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist!

[Mt 16, 16]

38 Und er ließ den Wagen anhalten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.

39 Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; denn er zog voll Freude seines Weges.

 

Wie schon oben beschrieben ist aus dem Kontext rund um die Tätigkeiten von Philippus klar zu erkennen, dass er den Kämmerer selbstverständlich auf den Namen des Herrn Jesus getauft hat, wie er auch in Samaria auf den Namen des Herrn Jesus taufte. Da Philippus offensichtlich keine Hände zum Empfang des Heiligen Geistes auflegte, kann gesagt werden, dass das Auflegen der Hände nicht unbedingt obligatorisch von Nöten ist, in schwereren Fällen jedoch schon.

 

 

Bis jetzt bestätigt sich der oben bereits „verfasste“ Schluss:

Das eine ist der Befehl des Herrn:

So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

Das andere ist die Umsetzung des Befehls, also die Ausführungsform.

Die Taufe auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden..

 

Erweiterung:

Das Auflegen der Hände zum Empfang des Heiligen Geistes ist nicht in JEDEN Fall erforderlich, doch in manchen „schwerwiegenden Fällen“ schon.

 

Das sehen wir auch bei der Taufe von Paulus!!

 

Wir wissen ja, dass Paulus ein Verfolger der Gemeinde war. Er zog nach Damaskus und der Herr erschien ihm. Er wurde durch die Wahrheit geblendet, dass er erblindete. Er musste Blind werden, dass er richtig sehen konnte.

Der Herr befahl Ananias dem Paulus die Hände aufzulegen, damit er wieder „physikalisch“ und auch geistig sehend werde, als auch den Heiligen Geist empfängt. Worauf er sich taufen lässt.

 

Apg. 9:

10 Es war aber in Damaskus ein Jünger namens Ananias. Zu diesem sprach der Herr in einem Gesicht: Ananias! Er sprach: Hier bin ich, Herr!

11 Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Gasse, die man »die Gerade« nennt, und frage im Haus des Judas nach einem [Mann] namens Saulus von Tarsus. Denn siehe, er betet;

12 und er hat in einem Gesicht einen Mann namens Ananias gesehen, der hereinkam und ihm die Hand auflegte, damit er wieder sehend werde.

 

13 Da antwortete Ananias: Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat.

14 Und hier hat er Vollmacht von den obersten Priestern, alle, die deinen Namen anrufen, gefangen zu nehmen!

15 Aber der Herr sprach zu ihm: Geh hin, denn dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, um meinen Namen vor Heiden und Könige und vor die Kinder Israels zu tragen!

[Apg 13, 46] [Apg 26, 2] [Apg 27, 24]

16 Denn ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen.

[2Kor 11, 23-28]

17 Da ging Ananias hin und trat in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf der Straße, die du herkamst, damit du wieder sehend wirst und erfüllt wirst mit dem Heiligen Geist!

18 Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er konnte augenblicklich wieder sehen und stand auf und ließ sich taufen;

 

Ich denke nicht, dass hier jemand daran zweifelt, dass Paulus nicht auf den Namen des Herrn Jesus getauft wurde, zumal ja gerade er selbst infolge im Besonderen darauf verwies.

 

 

Das nächste Ereignis ist die Taufe des Kornelius, hierzu gibt es im Zusammenhang mit „Zungenrede“ eine erweiterte Abhandlung:

Apg. 10:

44 Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.

45 Und alle Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich vor Staunen, dass die Gabe des Heiligen Geistes auch über die Heiden ausgegossen wurde.

46 Denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott hoch preisen. Da ergriff Petrus das Wort:

[Apg 2, 4]

47 Kann auch jemand diesen das Wasser verwehren, dass sie nicht getauft werden sollten, die den Heiligen Geist empfangen haben gleichwie wir?

48 Und er befahl, dass sie getauft würden im Namen des Herrn. Da baten sie ihn, etliche Tage zu bleiben.

 

An der Stelle sei genug damit, dass auch hier die Form der Ausführung der Taufe auf den Namen des Herrn Jesus belegt ist.

 

Die Stelle, wo Paulus die Johannes-jünger nach dem Heiligen Geist befragt zeigt uns auch dasselbe Bild:

Apg. 19:

1 Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höhergelegenen Gebiete durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und als er einige Jünger fand,

2 sprach er zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie aber antworteten ihm: Wir haben nicht einmal gehört, dass der Heilige Geist da ist!

[Apg 2, 38]

 

3 Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber erwiderten: Auf die Taufe des Johannes.

4 Da sprach Paulus: Johannes hat mit einer Taufe der Buße getauft und dem Volk gesagt, dass sie an den glauben sollten, der nach ihm kommt, das heißt an den Christus Jesus.

[Mt 3, 11]

5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus.

6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.

[Apg 8, 17] [Apg 10, 44] [Apg 10, 46]

7 Es waren aber im Ganzen etwa zwölf Männer.

 

Geliebte Brüder und Schwestern!

 

Wir haben bis hier her:

EINMAL die Anordnung des Herrn Jesus in Befehlsform...

und X-mal die belegte Ausführung des Befehls, auf den Namen des Herrn Jesus zu taufen.

 

An keiner einzigen Stelle wird nach der „Taufformel“ in Form von nachsprechen des Befehls getauft. Das Wort Gottes spricht in Summe klar darüber, wie die Taufe auszuführen ist in Form der gegebenen Beispiele.

 

Was braucht es noch, ist es nicht genug?

 

Warum wird dann in so vielen Gemeinden nach einer „Taufformel“ durch nachsprechen des Befehls getauft und nicht, wie die Apostel selbst es anwendeten?

 

Sind wir denn schlauer und oder haben wir mehr Geist als jene?

 

Geliebte, eine Taufe auf einen Namen bedeutet dass wir dessen Eigentum werden, auf WEN wir getauft werden. Der Name ist dabei keine Neben-, sondern die Hauptsache.

 

Eine Taufe nach Taufformel ohne den Namen Jesus ist in Wahrheit unwirksam und nicht entsprechend dem Wort Gottes entlang ausgeführt.

 

Wie könnte eine Taufe auch in Einbeziehung einer Taufformel aussehen?

Zum Beispiel so:

Der Herr Jesus hat, bevor er in den Himmel aufgenommen wurde, uns klar und deutlich einen Befehl erteilt auf dass wir zu Jüngern machen sollen alle Völker und sie taufen sollen, auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Die Personen an welche das Wort erging haben diesen Befehl eindeutig in der Form umgesetzt, als dass sie alle Bereitwilligen tauften, auf den Namen des Herrn Jesus Christus.

So wollen wir es nun auch halten und fragen dich, der sich nun ebenfalls taufen lassen will:

Willst du hinein getauft werden in den Christus, hinein in den Leib Christi, auf den Namen Jesus?“

So der Täufling das von ganzen Herzen will und erkennt und bekennt, dass der Herr Jesus der Sohn Gottes ist und er durch diesen errettet wird kann zu ihm gesagt werden:

„So steige nun hinein ins Wasser und tauche unter als Zeichen dass du die Welt hinter dir lässt und mit dem Christus gekreuzigt bist, und sei getauft, auf den Namen des Herrn Jesus.“

Wenn er nun hinabtaucht und wieder aus dem Wasser hervorkommt, können folgende Worte gesprochen werden:

„Nun ist deine Taufe auf den Namen des Herrn Jesus vollzogen als Zeichen für die sichtbare und unsichtbare Welt und du bist sein Eigentum. So wie du aus dem Wasser heraufgestiegen bist, bist du abgewaschen von deinen Sünden und vom Tod ins Leben durchgedrungen. Gleichsam ist das heraussteigen aus dem Wasser auch ein Zeichen für die künftige Auferstehung aus den Toten.“

 

Geliebte, ein Bezug auf die Taufformel ist O.K, wenn wir klar zum Ausdruck bringen wollen, dass dies eben der Befehl vom Herrn Jesus war.

Die Ausführung in der Form der Taufe auf den Namen des Herrn Jesus bezeugt auch, dass der Name des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, EINER ist, nämlich „JESUS“.

 

Denn es heißt ja nicht dass wir getauft werden sollen auf „DIE“ Namen vom Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ als von drei Namen, sondern als von EINEN Namen, DEN Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Woraus kann noch gesehen werden, dass der Name des Vaters derselbe ist, wie der Name des Sohnes?
 

Diesen EINEN Namen hat der Sohn vom Vater ererbt!

Hebr. 1:

4 Und er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, als der Name, den er geerbt hat, ihn auszeichnet vor ihnen.

 

        Ein Erbe erhalten:

G2816 κληρονομέω kleronomeo (klee-ro-no-me'-ō) v.

to be an heir to.

{literally or figuratively}

[from G2818]

KJV: be heir, (obtain by) inherit(-ance)

Root(s): G2818

 

Sinngemäß: Ein Erbe zu sein, oder sein Erbe zu erhalten.

Das Erben in Bezug auf einen Namen ist nur an dieser einzigen Stelle bezeugt. Erben kann man nur etwas das bereits existiert. Wenn der Herr Jesus seinen Namen ererbt hat, kann er das nur vom Vater vererbt bekommen haben. Auch von da her ist bezeugt, dass der Name des Vaters derselbe ist als der des Sohnes, welchen er eben ererbt hat, also JESUS.

 

Unter diesen EINEN Namen sollen wir bewahrt und errettet werden, der Name des Vaters ist in IHM.

2.Mose, 23,20:

20 Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, um dich auf dem Wege zu bewahren und dich an den Ort zu bringen, den ich bereitet habe.

21 Hüte dich vor ihm und höre auf seine Stimme und reize ihn nicht; denn er wird eure Übertretung nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm.

22 Doch wenn du fleißig auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sagen werde, so werde ich deine Feinde befeinden und deine Dränger bedrängen

Der Herr Jesus bezeugt in Johannes 17,6 ff dass er den Namen des Vaters offenbart hat, wie auch, dass wir in dem Namen des Vaters bewahrt werden sollen.

Joh 17: (Übersetzung nach Elb. 1905)
6
Ich habe deinen Namen geoffenbart den Menschen, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.

7 Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist;

8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast.

9 Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, denn sie sind dein
10 (und alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, mein), und ich bin in ihnen verherrlicht.
11 Und ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater!
Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, auf daß sie eins seien, gleichwie wir.
    Einige übersetzen hier:
   "Bewahre sie in deinem Namen, DIE du mir gegeben hast.
            Der Artikel im griechischen ist "männlich, plural".
            Zudem bezieht sich im griechischen ein Artikel immer auf die letztgenannte Person oder den aktuell Handelnden.
12
Als ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast; und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verloren, als nur der Sohn des Verderbens, auf daß die Schrift erfüllt werde.

Einige übersetzen hier:

"Bewahrte ich sie in deinem Namen, DIE du mir gegeben hast. ->siehe Vers 11.

 

Es ist im Grunde egal, ob hier "DIE" du mir gegeben hast übersetzt wird, oder "DEN" du mir gegeben hast.

Denn es geht immer um den NAMEN, durch welchen sie bewahrt werden sollen.

               Apg. 4,:
               12 Und es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel,
               der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen.

Und da nun der Herr Jesus selbst den Vater darum bittet uns "in deinem Namen" also IN DEM NAMEN DES VATERS zu

bewahren und es nur einen Namen gibt, so ist auch hieraus ersichtlich, dass der Name des Vaters derselbe ist wie der des

Sohnes, nämlich "JESUS".
 

13 Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, auf dass sie meine Freude völlig in sich haben.
14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, gleichwie ich nicht von der Welt bin.
15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnehmest, sondern dass du sie bewahrest vor dem Bösen. 16 Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich nicht von der Welt bin.

 

Wenn wir nun Gott gehören wollen und hierfür ein sichtbares Zeichen setzen wollen:

Wer oder was hindert uns daran, hineinzutaufen auf den EINEN Namen unter dem wir sollen errettet werden, auf den Namen Jesus Christus?

 

Glückselig, spricht der Herr, wer keinen Anstoß nimmt an mir.

 

Die Taufe ist gleichsam auch das hindurchtreten durch die Türe des Herrn Jesus.

Da nun ER die Türe ist und ich soll durch IHN zum Vater kommen, jedoch bei der Taufe, also bei dem wichtigen Akt ER erst gar nicht genannt ist:

Durch welche Türe bin ich dann gegangen?

 

Bedenkt dies wohl.

 

Für diejenigen welche zwar erkannt haben das alleinig die Taufe auf den Namen des Herrn Jesus die richtige Form ist, dies jedoch zwangsläufig und in JEDEN Fall auch mit Handauflegung zum Empfang des Heiligen Geistes sehen wollen und dann auch noch ein Eintreten in Zungenrede erwarten und ohne eine solche der Geist nicht empfangen würde:

 

Geliebte, eine solche Haltung ist auch nicht besser.

 

Taufe „IM“ oder „AUF“ den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes:

 

Wenn wir „IM“ Namen von jemand etwas tun, ist dies der Bezug auf die Autorität, in welcher wir was tun. Wenn „im“ Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird, wird zum Ausdruck gebracht, dass eben im Namen Gottes nun eine Handlung erfolgen soll. Die Handlung soll nun die Taufe sein.

 

Eine Taufe hat immer einen „Namensbezug“. Nicht den Bezug auf den Eigennamen des Täuflings, sondern den Bezug auf den Namen dessen, AUF WEN getauft wird.

 

Wenn wir nun „IM“ Namen Gottes eine Handlung durchführen wollen, muss diese auch vollzogen werden in der Form, als dass auch das getan wird was SEIN Wille ist, nämlich zu taufen „AUF“ den Namen Gottes.

 

Wer „IM“ Namen Gottes tauft, den Bezug zum Namen nun jedoch nicht ausdrücklich angibt, vollendet das Begonnene nicht:

 

Eine Aussage:

„Lieber Thomas, nachdem du erkannt und bekannt hast, dass Jesus der Sohn Gottes ist und du durch ihn errettet wirst, taufe ich dich nun “im“ Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

.. ist wertlos da zwar eine Handlung im Namen Gottes angekündigt, jedoch nicht vollzogen wurde.

Es hat zwar einen Schein der Frömmigkeit, ist jedoch ohne jede Kraft.

 

Es fehlt das worum es geht, was die Ankündigung: „zu taufen im Namen Gottes“ bewirken will: Nämlich die Ausführung, die Taufe „AUF“ den Namen Jesus.

 

Dieselbe Aussage wie oben wäre richtig in folgender Form:

„Lieber Thomas, nachdem du erkannt und bekannt hast, dass Jesus der Sohn Gottes ist und du durch ihn errettet wirst, taufe ich dich nun “im“ Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, AUF den Namen Jesus.

Da nun der Name des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes „EINER“ ist, hätte dies dieselbe Bedeutung wie:

„Lieber Thomas, nachdem du erkannt und bekannt hast, dass Jesus der Sohn Gottes ist und du durch ihn errettet wirst, taufe ich dich nun “im“ Namen JESUS, AUF den Namen Jesus.

Was nun wiederum dieselbe Bedeutung hat, wie:

„Lieber Thomas, nachdem du erkannt und bekannt hast, dass Jesus der Sohn Gottes ist und du durch ihn errettet wirst, taufe ich dich nun AUF den Namen Jesus.

Genau das entspricht nun sowohl der Befehlsform aus Math. 28,19, als auch den belegten Berichten aus der Apostelgeschichte, nämlich zu taufen „AUF DEN NAMEN JESUS“.

 

Wenn nun jemand meint er könne ja nicht „AUF“ den Namen Jesus getauft werden, da er ja schon einen Namen hat:

Geliebte, im Wort Gottes hat die Taufe nichts mit „Namensgebung“ zu tun.

 

An keiner einzigen Stelle ist die Taufe mit einer Namensänderung verbunden. Die Verbindung mit „Namensgebung“ oder einen „neuen“ Namen erhalten, kam erst ca. Im 4 Jahrhundert auf.

 

Es gab damals Menschen die hatten Namen, unter anderen wie Apollon oder sonstige Namen, welche im Wort Gottes mit der Finsternis in Zusammenhang gebracht werden.

Dadurch dass sie gläubig wurden, wollten sie diesen Namen ablegen und durch einen „christlichen“ Namen ersetzen. Bis zum 4. Jhd. spielte das keine wirkliche Rolle. Ab ca. dem 6. Jahrhundert wurde die Taufe in Bezug auf Namensgebung dann eng weitläufig verknüpft und zur Praxis.

 

Seit damals ist die Taufe praktisch psychologisch in unserem Bewusstsein eng mit Namensgebung verknüpft. Wer nach röm. katholischer Praxis getauft wird erhält auch einen Taufschein und der Begriff des Taufnamens ist jedermann fest eingeprägt.

 

In unseren heutigen Köpfen ist nun eben seit mehr als 1000 Jahren die Taufe mit Namensgebung verbunden, obgleich dies von Anfang an und in den ersten Jahrhunderten nicht so war.

 

Der Taufritus der röm. kath. Kirche an Kleinkindern, fördert dies nun noch stark.

Martin Luther übersetzte Math. 28,19 mit: „..und tauft sie im Namen des Vaters des Sohnes … usw.“ An der Stelle hat er geirrt wie auch darin, dass er auch an der Kindstaufe festhielt.

Kindstaufe und Namensgebung des Kindes ist in unserem Bewusstsein eng miteinander verknüpft.

Nicht nur in der röm. kath. Kirche, auch in der evangelischen Volkskirche.

 

Aus den Anfängen der protestantischen Bewegungen kamen dann die so genannten Wiedertäufer hervor. Sie lehnten die Kindstaufe ab, da die Taufe nur von solchen Menschen empfangen werden kann, welche dies aus Glauben selbst wollen. Ein Kleinkind kann dies nun mal nicht.

 

Liebe Brüder und Schwestern, der Begriff „Wiedertaufe“ als solches ist schon ein Irrtum.

Wenn ich sage: Ich lass mich „wieder taufen“ bestätige ich, dass ich schon getauft bin. Worauf sich Luther auch berufen hat.

 

Es geht nicht um „Wiedertaufe“, da scheinbar beim ersten Mal was nicht in Ordnung war.

Wenn ich „Wieder getauft“ werde und dem zustimme -

und „WIEDER“ nicht auf den Namen Jesus getauft werde,

ist auch die „WIEDERTAUFE“ wertlos.

 

Der Großteil der „Wiedertäufer“ tauft „im Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes“, also im Namen Jesus, jedoch nicht AUF den Namen Jesus.

 

Wo jedoch nicht auf den Namen Jesus getauft wird, ist dies eben nicht nach dem Sinn des Wortes Gottes ausgeführt und somit der Täufling „irrgeleitet“.

 

In der Regel nicht bewusst, deshalb auch diese Zeilen.

 

Wir benötigen alle samt viel Gnade vom Vater im Himmel, in Jesu Namen.

 

Gerhard Daniel Kadisch.

 

Prüfet aber alles, das Gute behält!