Die Zeit der ewigen Qual in Offb 14,11:


Offb. 14:

9 Und ihnen folgte ein dritter Engel nach, und sprach mit großer Stimme: So jemand das Tier anbetet und sein Bild, und ein Malzeichen nimmt auf seine Stirne oder auf seine Hand,  
    [Offb. 13, 12-17]
10 Soll auch er trinken vom Wein des Grimmes Gottes, der lauter eingeschenkt ist im Kelche Seines Zorns, und soll mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamme. [Ps. 75, 9]
11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf in die Zeitläufe der Zeitläufe, und keine Ruhe haben Tag und Nacht die, so das Tier anbeten und sein Bild, und so jemand das Malzeichen seines Namens annimmt.
12 Hier ist die Geduld der Heiligen, hier sind die, so Gottes Gebote halten und den Glauben an Jesus.
 
    [Offb. 13, 10]

13 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben, von nun an! Ja, spricht der Geist, auf dass sie ruhen von ihren Mühsalen. Ihre Werke aber folgen mit ihnen nach. 
    [Jes 57, 2] [Hebr 4, 10] [Phil 1, 23]


Die Kernstelle:

10 Soll auch er trinken vom Wein des Grimmes Gottes, der lauter eingeschenkt ist im Kelche Seines Zorns, und soll mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamme.
11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf in die Zeitläufe der Zeitläufe, und keine Ruhe haben Tag und Nacht die, so das Tier anbeten und sein Bild, und so jemand das Malzeichen seines Namens annimmt.

 

..wird oft in Auslegungen in den Zusammenhang mit dem Feuersee gebracht.

 

Daraus folgt eine Interpretation dass unser Herr und Gott ein grausamer Gott sei, wenn er dies täte. An einen solchen Gott wollen viele nicht glauben, auch Christen nicht. Die Folge daraus ist, dass nach Auswegen gesucht wird, nach möglichen Lehrgebilden, welche dies entkräften.

 

Eine Form dieser Auswege ist die Lehre der Allerrettung (auch Allversöhnung) genannt. „Allerretter“ bestehen auf diese Bezeichnung, da aus ihrer Sicht Gott ein Retter ALLER ist, nicht ein Versöhner. Er würde alle und alles erretten.

 

Wir haben hier ein Problem.
Vers 10 und 11 aus Offb.14 lassen auf den ersten Blick einen „ewig peinigenden Gott“ erscheinen.

Aus diesem Blick heraus wird nicht versucht die ganze Stelle richtig zu lesen, sondern aus einer völlig falschen Interpretation heraus nach Auswegen gesucht, wo es keinen Ausweg braucht.

 

Denn nirgends in Vers 10 und 11 steht, dass Gott jemand im Feuersee ewig peinigen wird. Dies ist eine willkürliche Interpretation.


Wenn wir was Falsches „hineinlesen“, ist auch das Ergebnis anderer Wege falsch.

Einzig wahr ist, was dort steht.

Nämlich:

9 Und ihnen folgte ein dritter Engel nach, und sprach mit großer Stimme: So jemand das Tier anbetet und sein Bild, und ein Malzeichen nimmt auf seine Stirne oder auf seine Hand,
10 Soll auch er trinken
vom Wein des Zornes Gottes, der lauter eingeschenkt ist im Kelche Seines Zorns, und soll mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamme.


Es geht hier um die allerletzte Zeit. Das Tier und der falsche Prophet sind geoffenbart, nachdem die zwei Zeugen in der Wolke in den Himmel aufgenommen wurden. Das Tier ist der Gott der Welt.

 

Wer diesen Gott anbetet, der soll auch vom Wein des Grimmes Gottes trinken und mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamme.

11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf in die Zeitläufe der Zeitläufe,


Der Rauch ist hier kein „sichtbarer Rauch“ durch Verbrennen menschlichen Gewebes in Feuer und Schwefel.


So wie Rauch an anderer Stelle die Gebete der Heiligen sind, so ist hier Rauch ein Erzählen von dem, was geschehen ist.

 

So wie wir heute im Jahr 2011 noch vom "Rauch" der Qualen der Juden im dritten Reich hören (weil darüber gesprochen bzw. berichtet  wird),

so wird über die Qualen derer welche vom Wein des Grimmes (Zornes) Gottes trinken werden, in die Zeitläufe der Zeitläufe (in Ewigkeit) hinein erzählt werden.

Es wird nicht vergessen werden, was Gott getan hat, die Qual selbst jedoch, dauert nur eine bestimmte Zeit.


Wie auch die Juden im dritten Reich eine bestimmte Zeit Qualen erlitten und heute direkt hiervon nichts verspüren (indirekt gibt es noch seelische Schmerzen) wird die Qual selbst nur eine gewisse Zeit andauern.

 

Wie lange, sehen wir direkt im zweiten Abschnitt von Vers 11:

11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf in die Zeitläufe der Zeitläufe, und keine Ruhe haben Tag und Nacht die, so das Tier anbeten und sein Bild, und so jemand das Malzeichen seines Namens annimmt.


Sie werden TAG und NACHT keine Ruhe haben, welche das Tier ANBETEN und sein Bild,- und das Malzeichen seines Namens ANNEHMEN.

 

Das Annehmen und die Anbetung sind in Gegenwartsform geschrieben. Sie werden keine Ruhe haben, solange sie das Tier ANBETEN und sein Mahlzeichen ANNEHMEN.

 

Die Zeit der Qual ist also beschränkt auf die Zeit der Annahme seines Mahlzeichens und die Zeit der Anbetung seines Bildes. Solange dies geschieht gibt es keine Ruhe. Qualen, Tag und Nacht.

 

Wir wissen, dass die Zeit der Anbetung des Tieres beschränkt ist auf die Zeitdauer seiner ihm gegebenen Wirksamkeit, nämlich 1260 Tage oder Zwei Zeiten, eine Zeit und eine halbe Zeit, bzw. 3 ½ Jahre.

 

Wenn diese Zeit vorüber ist, wird der Herr selbst das Tier durch den Hauch seines Mundes töten, das Tier und der falsche Prophet ergriffen und in den Feuersee geworfen werden. Diese beiden, das Tier und der falsche Prophet kommen in den Feuersee.

Offb. 19
19 Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd sitzt, und mit seinem Heer
20 Und es ward gegriffen das Tier und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, womit er die irreführte, die das Malzeichen des Tieres angenommen, und die sein Bild anbeteten. Lebendig wurden diese beide in den See des Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.
21 Und die übrigen wurden getötet mit dem Schlachtschwerte des auf dem Rosse Sitzenden, das aus seinem Munde ausging. Und alle Vögel wurden gesättigt von ihrem Fleisch.

 

Die Übrigen sind nicht der Rest der Menschheit,  sondern der Rest des Heeres derer welche Krieg führen wollte gegen Gott den allmächtigen.

 

Wir müssen an der Stelle nicht diskutieren, was Gott macht oder nicht macht. Er ist gerecht und Wunderbar sind seine Werke.

Aus dem Gesamtzusammenhang von Offb. 14, 9-11 und Offb. 19, 19-21, geht nirgends wo hervor, dass Gott einen Menschen im Feuersee für immer und ewig peinigt und quält, sehr wohl jedoch dass es solche gibt, welche dahin gelangen.

 

Die Qual (aus Offb. 14, 11) ist hier nicht eine Qual im Feuersee, sondern eine Qual auf Basis des Zorngerichtes der Zornesschalen. Sie ist zeitlich begrenzt.

 

Der Herr warnt die Menschheit von Anbeginn und liebt uns und gibt uns Raum und Zeit. Er wartet bis zum Letzten Tag ob sich jemand bekehre, denn in der größten Drangsal seit es Völker gibt [Dan 12,1], wird der Herr erretten und befreien.

 

Selbst wenn jemand im Namen des Herrn stirbt um zu entkommen dem Gericht und den zweiten Tod, denn

jeder der anruft den Namen des Herrn wird errettet werden. JEDER, auch wenn er noch gar nicht glaubt.

Wir sehen, der Herr benutzt diese schlimme Zeit um zu erretten und nicht primär um zu verderben, denn

hierfür ist der Herr gestorben,

hinabgestiegen in das Totenreich um die Gefangenen herauszuführen,

denn er musste herausgelassen werden da es dem Tod unmöglich war, ihn zu halten. Denn er war ohne Sünde.

 


Oh ihr Brüder und Schwestern!

Lasset euch nicht beirren wenn euch jemand einreden will, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen im Feuersee ewige Pein leiden muss.

 

Lasst euch auch nicht beirren wenn euch jemand einreden will, dass der Herr eines Tages (in einigen Jahrtausenden?) dann doch wieder alle herausholt.

 

Beide Lehrgebilde sind gleichermaßen daneben.

 

Die eine Lehre beflügelt die andere. Ihr wisset, dass er dem Verkehrten verkehrt ist.

 

Nehmt Abstand von alledem und schauet im Wort selbst, was der Herr euch ganz persönlich offenbart.

 

Liebe Grüße und den reichen Segen des Herrn Jesus,

 

Gerhard Daniel.