Alle vom Geist Gottes gezeugten Menschen müssen in Zungen reden ?


Abg. 2:

1 Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. 

    [3Mo 23, 15-21]

2 Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 

3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. 

    [Mt 3, 11]

4 Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. 

    [Apg 4, 31] [Apg 10, 44-46]

 5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer aus allen Heidenvölkern unter dem Himmel. 

    [Apg 13, 26]

6 Als nun dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. 

7 Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind diese, die da reden, nicht alle Galiläer? 

8 Wieso hören wir sie dann jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden? 

9 Parther und Meder und Elamiter und wir Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadocien, Pontus und Asia; 

10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und von den Gegenden Libyens bei Kyrene, und die hier weilenden Römer, Juden und Proselyten, 

11 Kreter und Araber – wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden!


Gott ist ein Geist der Ordnung. Die Apostel redeten mit Sicherheit nicht wild durcheinander, sondern in einer Ordnung. Natürlich war jedem von ihnen gegeben zu sprechen, wie der Geist es gab. Dieses Ereignis hat zwei Wunder. Zu einen der Empfang des Heiligen Geistes der Apostel und die Gabe von Sprachen,  zum Andren die Gabe des Verstehens der Zuhörer.

Das Sprechen der Apostel war geordnet, das Hören der Menschen geschah gleichzeitig.


 
8 Wieso hören wir sie dann jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden?


Das Hören geschieht in Gegenwartsform, also gleichzeitig. Dies nicht weil das gesprochene gleichzeitig  in vielen Sprachen war, sondern weil der Heilige Geist auch die Zuhörer berührte und ihnen zu verstehen gab, was der Geist sagt.

Wichtig hier ist auch dass das was gesprochen wurde, verstanden worden ist. Ein jeder in seiner Sprache, in welcher er geboren wurde. Dies war ja nötig, denn sonst konnten nicht an dem Tag 3.000 Seelen hinzugetan werden.

Der Herr setzte ein ZEICHEN, damit diejenigen um welche es ging (um die Zuhörer) Glauben konnten, denn  sie waren zu dem Zeitpunkt noch ungläubig. Zeichen und Wunder sind primär für Ungläubige.

 

Das Zweite Ereignis (2.Textzeuge von Zungenrede) ist dem Ersten gleich. Es ist das Ereignis, bei der Taufe bei Kornelius, den Heiden.

Zuerst zeigt der Herr dem Petrus, dass er nichts für gemein achten soll:

 

Apg. 10:

9 Am folgenden Tag aber, als jene auf dem Weg waren und sich der Stadt näherten, stieg Petrus auf das Dach, um zu beten, etwa um die sechste Stunde. 

10 Da wurde er sehr hungrig und wollte essen. Während man aber etwas zubereitete, kam eine Verzückung über ihn. 

11 Und er sah den Himmel geöffnet und ein Gefäß zu ihm herabkommen, wie ein großes, leinenes Tuch, das an vier Enden gebunden war und auf die Erde niedergelassen wurde; 

12 darin waren all die vierfüßigen Tiere der Erde und die Raubtiere und die kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels. 

13 Und eine Stimme sprach zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! 

14 Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen! 

    [Hes 4, 14]

15 Und eine Stimme [sprach] wiederum, zum zweiten Mal, zu ihm: Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein! 

    [Röm 14, 14]

16 Dies geschah dreimal, und dann wurde das Gefäß wieder in den Himmelhinauf gezogen.


Die Abgesandten von Kornelius erreichen Joppe und bitten Petrus mit ihnen zu kommen, worauf dieser am nächsten Tag mit ihnen zieht.


21 Da ging Petrus zu den Männern hinab, die von Kornelius zu ihm gesandt worden waren, und sprach: Siehe, ich bin der, den ihr sucht. Was ist der Grund für euer Kommen? 

22 Sie aber sprachen: Kornelius, der Hauptmann, ein gerechter und gottesfürchtiger Mann, der ein gutes Zeugnis hat bei dem ganzen Volk der Juden, hat von einem heiligen Engel die Weisung erhalten, dich in sein Haus holen zu lassen, um Worte von dir zu hören. 

23 Da rief er sie herein und beherbergte sie. Am folgenden Tag aber zog Petrus mit ihnen, und etliche Brüder von Joppe gingen mit ihm. 

24 Und am anderen Tag kamen sie nach Cäsarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und seine vertrauten Freunde zusammengerufen. 

25 Als nun Petrus gerade hineinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. 

26 Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf; auch ich bin ein Mensch! 

    [Apg 14, 15] [Offb 19, 10]

27 Und während er sich mit ihm unterredete, ging er hinein und fand viele versammelt. 

28 Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Angehörigen eines anderen Volkes zu verkehren oder sich ihm zu nahen; doch mir hat Gott gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll. 

29 Darum bin ich auch ohne Widerrede gekommen, als ich hergerufen wurde. Und nun frage ich: Aus welchem Grund habt ihr mich gerufen?

 

30 Und Kornelius sprach: Vor vier Tagen fastete ich bis zu dieser Stunde, und ich betete um die neunte Stunde in meinem Haus. Und siehe, da stand ein Mann in glänzender Kleidung vor mir 

31 und sprach: Kornelius, dein Gebet ist erhört, und deiner Almosen ist vor Gott gedacht worden! 

32 Darum sende nach Joppe und lass Simon mit dem Beinamen Petrus holen; dieser ist zu Gast im Haus Simons, eines Gerbers, am Meer; der wird zu dir reden, wenn er kommt. 

33 Da sandte ich auf der Stelle zu dir, und du hast wohl daran getan zukommen. So sind wir nun alle gegenwärtig vor dem Angesicht Gottes, um alles zu hören, was dir von Gott aufgetragen ist!

 

Petrus beginnt nun seine Predigt (Verse 32 – 43) und ..


44 Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. 

45 Und alle Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich vor Staunen, dass die Gabe des Heiligen Geistes auch über die Heiden ausgegossen wurde. 

46 Denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott hoch preisen. Da ergriff Petrus das Wort: 

    [Apg 2, 4]

47 Kann auch jemand diesen das Wasser verwehren, dass sie nicht getauft werden sollten, die den Heiligen Geist empfangen haben gleichwie wir? 

48 Und er befahl, dass sie getauft würden im Namen des Herrn. Da baten sie ihn, etliche Tage zu bleiben.


Petrus bezeugt, dass dieses Ereignis dasselbe ist, als sich bei ihnen zu Pfingsten zugetragen hat.

    47 Kann auch jemand diesen das Wasser verwehren, dass sie nicht getauft werden sollten,

    die den Heiligen Geist empfangen haben gleich wie wir?


Das „gleich wie wir“ bezieht sich hier auch auf gleiche Art und Weise..

..denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott hoch preisen… bedeutet, dass sie verstanden haben, was geredet wurde.

 

Diese zwei Ereignisse (Textzeugen) waren gegeben zum Zeichen für die welche kaum glauben konnten, was da geschieht.

     .. die mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich vor Staunen

Petrus musste der Herr zuvor ein besonderes Zeichen geben, dass er überhaupt zu Kornelius kam. Seine Begleiter mussten auch noch überzeugt werden.

Bis zu diesem Zeitpunkt wirkten die Jünger ausschließlich unter Juden. Wie Petrus auch klar zu verstehen gibt:


28 Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Angehörigen eines anderen Volkes zu verkehren oder sich ihm zu nahen; doch mir hat Gott gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.


Es bedurfte eines besonderen Zeichens, dass die Begleiter dies als vom Herrn und dem Heiligen Geist bestätigt,  erkennen konnten.

In beiden Ereignissen wirkte der Heilige Geist auf besondere Art und Weise. Das waren keine selbstverständlichen Dinge. Es war großartig, was da geschah und der Heilige Geist machte unmissverständlich auch den Begleitern von Petrus klar, dass dies durch denselben Geist gewirkt war.

Dies war ein so großartiges und wichtiges Zeichen, dass Petrus die aus der Beschneidung überführen konnte.  Denn er musste sich gegenüber denen aus der Beschneidung rechtfertigen, da sie ihm Vorwürfe machten.

 

Abg. 3

1 Und die Apostel und die Brüder, die in Judäa waren, hörten, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten. 

2 Und als Petrus nach Jerusalem hinaufkam, machten die aus der Beschneidung ihm Vorwürfe 

3 und sprachen: Zu unbeschnittenen Männern bist du hineingegangen und hast mit ihnen gegessen! 

    [Gal 2, 12]

4 Da begann Petrus und erzählte ihnen alles der Reihe nach und sprach: 

5 Ich war in der Stadt Joppe und betete; da sah ich in einer Verzückung ein Gesicht: ein Gefäß kam herab, wie ein großes, leinenes Tuch, das an vier Enden vom Himmel herabgelassen wurde, und es kam bis zu mir. 

    [Apg 10, 9-48]

6 Als ich nun hineinblickte und es betrachtete, sah ich die vierfüßigen Tiere der Erde und die Raubtiere und die kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels. 

7 Und ich hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! 

8 Ich aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn nie ist etwas Gemeines oder Unreines in meinen Mund gekommen! 

9 Aber eine Stimme vom Himmel antwortete mir zum zweiten Mal: Was Gott gereinigt hat, das das halte du nicht für gemein! 

10 Dies geschah aber dreimal; und alles wurde wieder in den Himmel hinaufgezogen. 

11 Und siehe, in dem Augenblick standen vor dem Haus, in dem ich war, drei Männer, die aus Cäsarea zu mir gesandt worden waren. 

12 Und der Geist sprach zu mir, ich solle ohne Bedenken mit ihnen ziehen. Es kamen aber auch diese sechs Brüder mit mir, und wir gingen in das Haus des Mannes hinein. 

13 Und er berichtete uns, wie er den Engel in seinem Haus stehen sah, der zu ihm sagte: Sende Männer nach Joppe und lass Simon mit dem Beinamen Petrus holen; 

14 der wird Worte zu dir reden, durch die du gerettet werden wirst, du und dein ganzes Haus. 

15 Als ich aber zu reden anfing, fiel der Heilige Geist auf sie, gleichwie auf uns am Anfang. 

    [Apg 2, 1-4]

16 Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden. 

    [Apg 1, 5]

17 Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe verliehen hat wie auch uns, nachdem sie an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind, wer war ich denn, dass ich Gott hätte wehren können?

 

In diesen beiden Ereignissen war die Reihenfolge wie folgt:

Zuerst goss der Herr über die Betreffenden den Heiligen Geist aus, danach wurden sie getauft.

Das herausragende Zeichen dieser herausragenden Ereignisse war die Gabe der Rede in Sprachen und das verstehen derselben, um der Wichtigkeit der Ereignisse und der Betroffenen willen.

 

Im Ersten Ereignis (Pfingsten) waren die bis dann noch Ungläubigen durch das Verstehen des Gesprochenen in eines jeden Sprache überführt,

 

im zweiten Ereignis (Taufe des Kornelius) mussten messianisch gläubige Juden davon überzeigt werden, dass der Herr auch aus den Heiden zu seinem Leib hinzutut.

 

Der Herr wirkt von INNEN nach AUSSEN, er ist eine INNENWIRKENDE Kraft.

Ausgehend vom Hause Israel hinaus in die Nationen und zurück nach innen, wenn INNEN verstanden werden muss, worum es geht.

 

Liebe Brüder, wir wissen sehr wohl, dass die Taufe auf den Namen Jesus  erfolgen muss und der Empfang des Heiligen Geistes durch Gebet und Handauflegung erfolgt.

 

Die beiden ersten Ereignisse bedurften keiner Handauflegung. Aus diesen beiden Ereignissen kann nicht zwangsläufig der Empfang des Heiligen Geistes und die Bestätigung durch die Gabe von Sprechen in Sprachen ausnahmslos in Zusammenhang gebracht werden, es waren ganz besondere Ereignisse.

Sehen wir nun hierzu auch die anderen Stellen (Textzeugen ) an.

 

Apg. 8:

14 Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen.  1

5 Diese kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen; 

16 denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus. 

17 Da legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist.

 

Hier ist die Reihenfolge: Wassertaufe auf den Herrn Jesus, Handauflegung und Empfang des Heiligen Geistes. (Dieser war noch auf keinen von ihnen OBGLEICH sie auf den Herrn Jesus getauft waren !! Dies erfolgte durch Handauflegung und Gebet)

Die Bestätigung für die Beteiligten durch sprechen in Sprachen ist hier nicht belegt.

 

Taufe der etwa zwölf Männer durch Paulus:

Apb. 19:

1 Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höher gelegenen Gebiete durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und als er einige Jünger fand, 

2 sprach er zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie aber antworteten ihm: Wir haben nicht einmal gehört, dass der Heilige Geist da ist! 

    [Apg 2, 38]

3 Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber erwiderten: Auf die Taufe des Johannes. 

4 Da sprach Paulus: Johannes hat mit einer Taufe der Buße getauft und dem Volk gesagt, dass sie an den glauben sollten, der nach ihm kommt, das heißt an den Christus Jesus. 

    [Mt 3, 11]

5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. 

6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten. 

    [Apg 8, 17] [Apg 10, 44] [Apg 10, 46]

7 Es waren aber im Ganzen etwa zwölf Männer.

 

Wenn wir diese Stelle ansehen und rasch nach der Regel vorgehen: „Auf zwei oder drei Zeugen hin …“

2. Kor 13:

1 Dies ist das dritte Mal, dass ich zu euch komme.

»Durch zweier und dreier Zeugen Mund soll jede Sache bestätigt werden

 

..hätten wir hier den dritten Zeugen und könnten behaupten:

Jeder der den Heiligen Geist empfangen hat, muss in Zungen sprechen !!

Passt bitte auf, der Umkehrschluss ist fatal! Wenn es nicht stimmt, bedeutet das Lästerung des Heiligen Geistes.


Liebe Geschwister, nun sehen wir mal genauer hin:

Ein Gleichnis:

Eine Mutter bringt für ihre vielen Kinder Schokolade nach Hause. Sie verteilt diese an die Kinder, diese sind hoch erfreut und tanzen, hüpfen und singen, so wie der Geist ein jedes Kind zu tun gibt.

 

Ich frage nun:

Hüpfen alle ?

.. oder tanzen alle ?

.. oder singen alle ?

Oder handelt ein jedes, wie es eben in seiner Freude und Vermögen zum Ausdruck bringt ?

 

         Ich weiß, ich rede nun kindlich. Der Zeit nach solltet ihr Lehrer sein…

 

Sehen wir uns nun den letzten Vers dieses Abschnittes genauer an:

 

6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten. 

    [Apg 8, 17] [Apg 10, 44] [Apg 10, 46]

7 Es waren aber im Ganzen etwa zwölf Männer.

 

Würde hier stehen:

6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen. (ohne Weissagung)

oder:

6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und ALLE redeten in Sprachen und ALLE weissagten.

dann wäre die Sache klar.

 

Merke wohl, auch eine Formulierung:

        6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, alle redeten in Sprachen und weissagten. 

würde immer noch nicht bedeuten, dass alle in Sprachen redeten UND alle  weissagten.

 

Interessant ist auch dass zwar durch diese Stelle von jedermann erwartet wird dass er in Zungen redet, die Gabe der Weissagung wird jedoch nicht jedermann zugemutet. Und schon gar nicht von jemand, der nicht in Zungen redet….

Welch ein fataler Irrtum !

 

Sehen wir, was Paulus zu den Korinthern sagt:

1 Kor 12:

27 Ihr aber seid [der] Leib des Christus, und jeder ist ein Glied [daran] nach seinem Teil. 

    [Röm 12, 5]

28 Und Gott hat in der Gemeinde etliche eingesetzt,

         erstens als Apostel,

zweitens als Propheten,

drittens als Lehrer;

sodann Wunderkräfte,

dann Gnadengaben der Heilungen,

der Hilfeleistung,

der Leitung,

verschiedene Sprachen.  [Eph 4, 11-12]

 

29 Sind etwa alle Apostel?

Sind etwa alle Propheten?

Sind etwa alle Lehrer?

Haben etwa alle Wunderkräfte? 

30 Haben alle Gnadengaben der Heilungen?

Reden alle in Sprachen?

Können alle auslegen? 

31 Strebt aber eifrig nach den vorzüglicheren Gnadengaben, und ich will euch einen noch weit vortrefflicheren Weg zeigen: 

[1Kor 14, 1] [1Kor 14, 12]

 

Alle Fragen des Paulus müssen mit NEIN beantwortet werden, auch die ob alle in Sprachen reden, obgleich er hier vom Leib des Christus spricht.

 

Es folgt der vortrefflichere Weg der Liebe, das Kapitel 13

und er fährt fort mit:

 

1 Kor 14:

1 Strebt nach der Liebe, doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen; am meisten aber, dass ihr weissagt! 

2 Denn wer in Sprachen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist. 

        [Apg 2, 4] [Apg 10, 46]

3 Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost. 

4 Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde. 

5 Ich wünschte, dass ihr alle in Sprachen reden würdet, noch viel mehr aber, dass ihr weissagen würdet. Denn wer weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet; es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfängt. 

        [4Mo 11, 29] [1Kor 12, 10]

 

Sehen wir auch die Gewichtung zw. Zungenrede und Weissagung:

1 Kor 14:

18 Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle. 

19 Aber in der Gemeinde will ich lieber

    fünf Worte mit meinem Verstand reden, damit ich auch andere unterweise, als

    zehntausend Worte in einer Sprache.

 

Liebe Geschwister,

was messt ihr euch untereinander ob dies oder jenes vom Heiligen Geist ist auf der Basis, ob jemand in Sprachen redet ?

 

Sind all diese Zeilen hier nun in Weissagung oder in Sprachen zu euch geredet ?

 

Ist nicht dem Paulus ein Wort der Weissagung 2000  mal lieber als ein Wort in einer Sprache die kein Mensch versteht, es sei denn, er hat die Gabe der Auslegung der Sprachen? => Weshalb die Auslegung der Sprache auch so wichtig ist, da sie das Gesprochene im Bezug für die Zuhörer um das 2000 Fache aufwertet..

Zudem sei hier noch bemerkt:

    Wenn Paulus hier Gleichnishaft von 10.000 Wörtern in einer Sprache spricht,

    muss es sich um einen hohen Wortschatz in einer Sprache handeln.

    Wir meinen nicht, dass er nur 5 Wörter 2000 x wiederholen würde....

    So du zwingend die Gabe der Zungenrede vertrittst:

        Wie hoch ist der "Wortschatz" deiner Zungenrede ?

 

Taufe im Heiligen Geist durch Gebet und Handauflegung:

Gibt es eine Stelle im Wort Gottes,

    - wo für einen Menschen zum Empfang des Heiligen Geistes gebetet

      und ihm die Hände aufgelegt wurden -

dass ein solcher den Heiligen Geist nicht empfangen hat?

 

Sollte es nun jemand geben welcher im Wasser getauft ist auf den Namen Jesus und für ihn zum Empfang des Heiligen Geistes gebetet und ihm die Hände aufgelegt wurden

    dass ein solcher den Heiligen Geist nicht empfangen hat: ?

Wie ist das im Wort Gottes zu belegen ?

 

Meines Wissens ist ein solcher Fall nicht belegbar. So du jemand bist der getauft hat, die Hände aufgelegt und für den Empfang des Heiligen Geistes für den betreffenden Menschen gebetet hast und behauptest:

"Er hat den Heiligen Geist nicht empfangen":

Was hast du dann da falsch gemacht?  Bedenke wohl was du da sprichst, wenn du solches sagst....

 

Zeugnisse von Geschwistern, wo nach der  Geistestaufe die Menschen in Zungen reden:

Liebe Geschwister hier haben wir viele Zeugnisse aus vielen Gemeinden, das ist so.

Wenn wir jedoch Brüder und Schwestern begegnen,  -

    welche in Wasser auf den Namen des Herrn Jesus getauft sind, ihnen die Hände aufgelegt wurden

    und für sie für den Empfang des Heiligen Geistes gebetet wurde,

    diese jedoch nicht die Gabe der Zungenrede haben:

-und dann erneut versucht wird bei ihnen die Geistestaufe zu vollziehen - Es gibt solche Fälle zu Genüge -

dann bringt das den Betreffenden in "Zweifel" (..dem Zweifler aber gibt er nicht) und obendrein versündigen wir uns noch selbst dadurch.

 

Wenn der Betreffende sagt er hat den Heiligen Geist, jedoch nicht die Gabe der Zungenrede;

und er will dass für ihn für diese Gabe gebetet wird, dann ist das OK.

Dann hat er diese Gabe erhalten, den Heiligen Geist hatte er schon vorher empfangen.

Es darf dann nicht gesagt werden: "Ich habe für ihn gebetet und er empfing den Heiligen Geist,

sondern wir haben für die Gabe der Zungenrede gebetet, und der hat diese erhalten.

Bedenke jedoch auch in einem solchen Fall dass wir kein Zeugnis im Wort Gottes haben, dass für

die Gabe der Zungenrede gebeten werden soll.

Sondern wir sollen uns ausstrecken nach der Liebe und bezüglich der Geistesgaben danach, dass wir weissagen sollen:

In Summe ist der Sachverhalt klar:

Die ersten beiden Ereignisse (Apg. 2, 4)  und (Apg. 10, 46) waren grundlegende Ereignisse, also Weichenstellungen im Gemeindebau des Herrn, die Sprachen wurde verstanden.

 

Der dritte Textzeuge (Apg. 19, 6) bestätigt nicht, dass ALLE dieser etwa zwölf in Sprachen redeten, dies ist hineingelesen und nicht herausgelesen.

 

In (Apg. 8, 17) wo Petrus und Johannes für die Menschen in Samaria beteten gibt es keinen Beleg der Sprachenrede, und im Brief an die Korinther bestätigt Paulus ganz klar, dass nicht jeder die Gabe der Rede in Sprachen hat.

 

Umgekehrt verhält es sich natürlich auch so, dass es selbstverständlich die Zungenrede gibt.

Der Herr verwendet in Summe die Kapitel 12, indirekt über 13 und 14 im 1. Brief an die Korinther, dies im richtigen Masse in seiner Ordnung anzuwenden.

 

Ebenso ist es fatal wenn jemand behauptet es gibt keine Zungenrede mehr, - und wenn dies jemand tut -  dass dieser vom Teufel sei.

Auch dies ist Lästerung gegen den Heiligen Geist. Passt bitte sehr damit auf!!

 

Geliebte !

Dieses Thema ist leider ein großes Spannungsfeld, in welchem schon sehr vieles zerschlagen wurde. Es gibt kaum ein Thema was so heftig diskutiert und worum so heftigste Auseinandersetzungen geführt werden und wurden.

Klar ist dass es Zungenrede gibt, klar ist auch, dass diese Gabe nicht jeder hat und auch nicht haben muss.

Diejenigen welche meinen es müsste jeder haben verletzen andere welche zwar nicht diese jedoch andere Gaben haben, - und diejenigen welche diese Gabe nicht haben und meinen dass dies - so jemand in Zungen spricht - vom Teufel sei, verletzen jene welche es haben.

 

Wisst ihr, worin nun die Wahrheit liegt?

Derjenige welche diese Gabe hat und sich sicher ist dass diese alle haben müssten und denen den Heiligen Geist absprechen welche diese Gabe nicht haben, der prüfe seinen Glauben.

Wie auch der welcher diese Gabe nicht hat und meint dass ein solcher welcher diese Gabe hat vom Teufel sei, der prüfe ebenfalls seinen Glauben.

 

Geliebte, beides hat nichts mit der Liebe Gottes zu tun, beide Positionen sind gleichermaßen daneben.

Immer dann wenn wir den Fokus auf Dinge legen und EINE Sache zu wichtig machen, werden andere womöglich noch wichtigere Dinge ausgeblendet.

 

Wer zu stark auf das "Kallos" sieht, übersieht das "Agathos".

Wer zu viel Wert lauf die Zungenrede legt, übersieht die Wichtigkeit und Wertigkeit der Weissagung.

 

Wer einen Bruder verachtet welcher in Zungen redet, der verachtet auch eine andere Gabe dieses Bruders und kann nicht Anteil haben an der zusätzlichen Gabe des Bruders.

 

Ebenso derjenige welcher einen Bruder verachtet welcher diese Gabe nicht hat, verachtet auch die anderen Gaben dieses Bruders und hat somit auch hierin keinen Anteil an diesen.

 

Nun sind wir jedoch aufeinander angewiesen und zu einem Leib zusammengestellt, wo wir alle Glieder benötigen. Und jedes Glied hat seine ihm vom Heiligen Geist ganz persönlich gegebenen Gaben.

 

Nun sollen wir auch alles prüfen und das Gute behalten:

Wie will ich etwas von einem Bruder prüfen der nicht die Gabe der Zungenrede hat und ich somit auch alles andere vom selben Bruder erst gar nicht prüfe, weil ich der Meinung bin es könne nicht vom Heiligen Geist sein und deshalb alles von diesem Bruder verwerfe?

    Die Prüfung kann ja nicht darin liegen indem ich zuerst prüfe ob er in Zungen redet, wo doch,

    was es zu prüfen gilt in Weissagung gegeben ist.

Ebenso kann ich nichts prüfen von jemand den ich ablehne, wenn er in Zungen spricht da ich der Meinung bin, es könne nicht vom Heiligen Geist sein, da es die Zungenrede nicht mehr gibt..

 

Meine Lieben Brüder, ich will dieses Thema mit den Schlussworten von Paulus im 1. Brief an die Korinther vom Kap 14 beenden. So jemand verständig ist, der merke nun auf:

 

1 Kor 14:

37 Wenn jemand glaubt, ein Prophet zu sein oder geistlich, der erkenne, dass die Dinge, die ich euch schreibe, Gebote des Herrn sind. 

        [1Joh 4, 6]

38 Wenn es aber jemand missachtenwill, der missachte es!  39 Also, ihr Brüder, strebt danach, zu weissagen, und das Reden in Sprachen verhindert nicht.  40 Lasst alles anständig und ordentlich zugehen! 

        [1Kor 14, 33] [Kol 2, 5]

 

Liebe Grüße und den reichen Segen des Herrn Jesus,

Gerhard Daniel.