Wenn 70 nach Christus die Offenbarung bis Kap. 11 abgeschlossen sei,

dann müssten die zwei Zeugen bereits aufgetreten sein.



Die zwei Zeugen sehen wir in Offb. 11:

Offb. 11:

1 Und mir wurde eine Messrute gegeben, gleich einem Stab; und der Engel stand da und sagte: Mache dich auf und miss den Tempel Gottes samt dem Altar, und die, welche darin anbeten!

2 Aber den Vorhof, der außerhalb des Tempels ist, lass aus und miss ihn nicht; denn er ist den Heldenvölkern übergeben worden, und sie werden die Heilige Stadt zertreten 42 Monate lang.

3 Und ich will meinen zwei Zeugen geben, dass sie weissagen werden 1260 Tage lang, bekleidet mit Sachtuch.

Die Art und Weiße wie der Herr hier die zwei Zeugen ins Spiel bringt deutet darauf hin, dass diese bereits bekannt bzw. genannt sind.

Vers drei bezieht sich auf Vers 1.

Die zwei Zeugen sind diejenigen von Vers 1, es sind die, welche im Altar anbeten

4 Das sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Gott der Erde stehen.

Der Bezug zu Sacharja kann hier nicht übersehen werden.


Sacharja 4:

1 Da kam der Engel wieder, der mit mir zu reden pflegte, und weckte mich auf wie einen, der aus seinem Schlaf geweckt wird.

2 Und er fragte mich: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe, und siehe, ein Leuchter, ganz aus Gold, und sein Ölgefäß oben darauf und seine sieben Lampen daran, und sieben Gießrohre zu den sieben Lampen, die oben auf ihm sind,

3 und zwei Ölbäume dabei, einer zur Rechten des Ölgefäßes, der andere zur Linken.

4 Und ich ergriff das Wort und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, was bedeuten diese?

5 Da antwortete der Engel, der mit mir redete, und sprach zu mir: Weißt du nicht, was diese bedeuten? Ich sprach: Nein, mein Herr!

6 Da antwortete er und sprach zu mir:

Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel:

Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist!

Spricht der HERR der Heerscharen.

7 Wer bist du, großer Berg? Vor Serubbabel sollst du zur Ebene werden!

Und er wird den Schlussstein hervorbringen unter lautem Zuruf: Gnade, Gnade mit ihm!


Der Leuchter im AT steht im Heiligen und erleuchtet dieses. Er steht auch für die Gemeinde.

Öl für Lampen wird aus Ölbäumen gewonnen, die beiden Bäume spenden das Öl für die Lampen, die beiden:

Serubbabel und Jeschua sind in dem Bild die beiden Ölbäume neben dem Ölgefäß über dem Leuchter.

8 Und das Wort des HERRN erging an mich:

9 Die Hände Serubbabels haben dieses Haus gegründet, seine Hände sollen es auch vollenden; und du wirst erkennen, dass mich der HERR der Heerscharen zu euch gesandt hat.

10 Denn wer ist’s, der den Tag geringer Anfänge verachtet?

Und jene Sieben werden mit Freuden das Senkblei in der Hand Serubbabels sehen, die Augen des HERRN; sie sind’s, welche die ganze Erde durchstreifen!


11 Und ich ergriff das Wort und sprach zu ihm:

Was sind das für zwei Ölbäume zur Rechten und zur Linken des Leuchters?

Im zweiten Bild stehen nun zwei Ölbäume neben dem Leuchter.

Es sind nicht die beiden Ölbäume ober dem Leuchter neben dem Ölgefäß, sie stehen nun neben dem Leuchter.


12 Und ich ergriff wiederum das Wort und sprach zu ihm:

Was bedeuten die beiden Ölbaumzweige zur Seite der beiden goldenen Röhren,

aus denen das goldene Öl fließt?

Er sieht auch noch zwei Ölbaumzweige zur Seite der beiden goldenen Röhren aus denen das goldene Öl fließt.


13 Er sprach zu mir: Weißt du nicht, was diese bedeuten? Ich antwortete: Nein, mein Herr!

14 Da sprach er:
 

Das sind die beiden Söhne des Öls, die vor dem Herrscher der ganzen Erde stehen. .

 

Sacharja stellt ZWEI Fragen und bekommt EINE Antwort für BEIDE Fragen.

Fragen:

11 Und ich ergriff das Wort und sprach zu ihm:

Was sind das für zwei Ölbäume zur Rechten und zur Linken des Leuchters?

12 Und ich ergriff wiederum das Wort und sprach zu ihm:

Was bedeuten die beiden Ölbaumzweige zur Seite der beiden goldenen Röhren, aus denen das goldene Öl fließt?

Antwort:

13 Er sprach zu mir: Weißt du nicht, was diese bedeuten? Ich antwortete: Nein, mein Herr!

14 Da sprach er:

Das sind die beiden Söhne des Öls, die vor dem Herrscher der ganzen Erde stehen.


Die EINE Antwort gilt hier beiden Fragen. Weder die beiden Zweige allein, noch die beiden Bäume allein sind die zwei Söhne.


Es sind diese die Bäume MIT den Zweigen.


Wenn wir den nicht zu übersehenden Bezug zu Sacharja ansehen geht hervor, dass die Beiden Söhne des Öls nicht nur zwei Personen sind.

Nicht die Bäume allein, nicht die Zweige allein, sondern die Bäume und die Zweige zusammen sind die Söhne des Öls.



Hier der Versuch dies graphisch darzustellen, denn ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:



Nun steht ein Baum für einen Menschen (..siehe die Axt ist schon an die Bäume gelegt..) und Zweige stehen für Gruppen von Menschen. Lese hierzu auch das Kapitel 11 vom Brief an die Römer. Auch an die Sendschreiben sind die Gemeinden als Leuchter beschrieben..



Die Zusammenhänge zeigen uns nun klar, dass die zwei Zeugen:

Einerseits im Bezug auf Vers 1:

...Mache dich auf und miss den Tempel Gottes samt dem Altar, und die, welche darin anbeten!

Der Tempel ist hier ja nicht ein physikalischer Tempel, in welchem zwei Menschen im Heiligen anbeten.

Paulus fragt uns ja klar ob wir nicht wissen, dass wir der Tempel sind.

Der Zugang zum Tempel ist FREI, durch das Erlösungswerk des Herrn Jesus,

und andererseits in Bezug auf den Verweis zu Sacharja,

mehr als nur zwei Propheten (zwei Menschen) sind.


Es sind zwei Propheten mit jeweils einer Gruppe von Menschen als die zwei "Bäume", die Söhne des Öls aus Sach. 4, 1-4.


Ich sehe hier die zwei Propheten als Vertreter von Zion und Jerusalem.

Die beiden Gruppen sind einerseits der Überrest des Volkes Israel (144.000) welcher der Herr am Ende wieder erwählt und in den Edlen Ölbaum einpfropft und andererseits die zwei "Leuchter" als zwei Teile der Gemeinde.

Wir sehen dies bestätigt aus Römer 11 und auch in der Schau bezüglich der Speisung der 5.000.

Diese nun stehen vor dem Herrn der Welt



Wer sind nun die zwei Leuchter?

 

Die 7 Gemeinden werden in den 7 Sendschreiben allesamt als „Leuchter“ bezeichnet. Hier steht dann für jede Gemeinde ein Leuchter.

Wenn wir das Wort durch das Wort selbst auslegen lassen, dann müssen für die „zwei Leuchter“ nun eben auch zwei Gemeinden stehen.

 

Die „EINE“ Gemeinde, welche bewahrt wird vor der Stunde der Versuchung welche über den ganzen Erdkreis kommt, ist zweifellos Philadelphia:

 

Nun: Wer ist die ZWEITE Gemeinde?

Wenn die zwei Zeugen der Überrest Israels plus Teile der Gemeinde sind, dann sind diese niemand anders,

als die 144.000 aus Offb. 7

plus Teile der Gemeinde, eben Philadelphia und Smyrna.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Unser Gott ist ein wunderbarer und großartiger Gott! Er ist perfekt in allem. Symmetrie  kann in der ganzen Schöpfung beobachtet werden. Alles was symmetrisch angeordnet ist, ist für uns von Natur aus schön anzusehen.

 

Sehen wir uns nun nochmal das Gesamtbild der zwei Zeugen an. Auch hier sehen wir eine perfekte Symmetrie.

Denn Smyrna und Philadelphia sind von links oder rechts jeweils die zweite Gemeinde. Zudem steht die "Zwei" für den Sohn.

Das Wort Gottes ist siebenfach geläutert und hat auch mehr als nur eine Verständnisebene!

 

 

 

Nun also:

Die {1. Gruppe} betet an im Heiligen und wird bewahrt vor der Stunde der Versuchung die über den ganzen Erdkreis kommt (die zwei Zeugen und diejenigen welche bewahrt ("gewahrt") haben sein Wort, siehe Philadelphia Offb. 3, 10 und Smyrna).

Die {2. Gruppe} wird im Vorhof den Heiden überlassen und zertreten 42 Monate lang.



Die zwei Zeugen (144.000 + Teile der Gemeinde) wirken durch die Kraft des Heiligen Geistes, gesandt durch den Spätregen.


Geliebte, seht hier den Zusammenhang in Joel 2 und 3:



Joel 2:

18 Dann gerät der HERR in Eifer für sein Land und hat Mitleid mit seinem Volk.

19 Und der HERR wird antworten und zu seinem Volk sprechen: Siehe, ich sende euch Korn, Most und Öl, dass ihr davon satt werden sollt, und ich will euch nicht mehr der Beschimpfung preisgeben unter den Heidenvölkern;

20 sondern ich will den von Norden [Kommenden] von euch entfernen und ihn verstoßen in ein dürres und wüstes Land, seine Vorhut ins östliche Meer und seine Nachhut ins westliche Meer, und sein Gestank soll aufsteigen und sein Verwesungsgeruch sich erheben; denn er hat großgetan!

21 Fürchte dich nicht, o Land, sondern frohlocke und freue dich; denn der HERR hat Großes getan!

22 Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes; denn die Auen der Steppe sollen grünen, und die Bäume sollen ihre Früchte tragen, der Weinstock und der Feigenbaum, so viel sie nur können.

23 Und ihr Kinder Zions, frohlockt und freut euch über den HERRN, euren Gott; denn er gibt euch den Frühregen in rechtem Maß, und er lässt euch am ersten [Tag] Regengüsse herabkommen, Frühregen und Spätregen.



Hi. 29:

23 Sie harrten auf mich, wie auf einen Regen, und sperrten ihren Mund auf wie nach einem Spätregen.

Spr. 16:

15 Wenn das Angesicht des Königs leuchtet, bedeutet es Leben, und seine Gunst ist wie eine Wolke des Spätregens.

Jer. 5:

24 und sie haben in ihrem Herzen nicht gedacht: Wir wollen doch den HERRN, unseren Gott, fürchten, der den Regen gibt, Früh- und Spätregen zu seiner Zeit, der die bestimmten Wochen der Ernte für uns einhält!

Sach. 10:

1 Erbittet vom HERRN Regen zur Zeit des Spätregens! Der HERR macht Blitze und wird euch Regengüsse geben, jedem das Gewächs auf dem Feld!

Jak. 5:

7 So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn! Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat.



24 Und die Tennen sollen voll Korn werden und die Keltern von Most und Öl überfließen.

25 Und ich werde euch die Jahre zurückerstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager verzehrt haben – mein großes Kriegsheer, das ich gegen euch gesandt habe;

26 und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden und den Namen des HERRN, eures Gottes, loben, der wunderbar an euch gehandelt hat; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden!

27 Und ihr sollt erkennen, dass ich in Israels Mitte bin und dass ich, der HERR, euer Gott bin und keiner sonst; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden!



Joel 3:

1 Und nach diesem wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen;

2 und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen;

3 und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut und Feuer und Rauchsäulen;

4 die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt.

5 Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird gerettet werden; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der HERR verheißen hat, und bei den übrig Gebliebenen, die der HERR beruft.



Der gesamte Block von Joel 3 bezieht sich direkt auf die Zeit nach des Hereinbrechens des von Norden kommenden.

Petrus bezieht sich hier in [Apg. 2, 16-21] auf die Verse 1 - 4.

Petrus bezog sich hier auf den Beginn der Gemeinde, auf den Frühregen. Der Spätregen steht noch aus.

Petrus zitiert hier Gott sei Dank ja nicht nur den Vers 1 und 2, sondern auch die Verse drei und vier.

Geliebte,

der Tag des Herrn ist noch nicht gekommen und kommt nicht, ehe der Spätregen gesandt ist.



Im Frühregen goss er aus seinen Geist auf alles Fleisch, wie er es auch im Spätregen machen wird.

Wer nicht sieht, dass dies auch noch die Zeit des Spätregens betrifft läuft Gefahr, dies alles schon als erfüllt zu sehen und meint schon König oder Priester zu sein im Friedensreich Gottes auf Erden.



Ein deutlicher Hinweis an der Stelle ist auch Hosea 6, 1 - 3:

Hos 6:

1 »Kommt, wir wollen wieder umkehren zum HERRN! Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden!

2 Nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tag wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben.

3 So lasst uns erkennen, ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des HERRN!

Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens,

und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt!



Was bedeutet dies nun in Verbindung mit dem, was Petrus zu uns sagt 2. Petr 3, 8 - 10.

2. Petr 3:

8 Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag!

9 Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.

10 Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.

Wir sehen hier, dass bei Gott ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre, wie ein Tag.

Kinder des Glaubens,

auch der Tag des Herrn dauert 1000 Jahre!

Der Anbruch, der Beginn seines TAGES wird sein, wie ein Dieb in der Nacht und sein Tag wird dauern Tausend Jahre..

Nach den Tausend Jahren vergehen die jetzige Erde und der Himmel.



Dass der Tag des Herrn sowohl sein Kommen in Verbindung mit der Vereinigung mit ihm, als auch die Länge des Millenniums darstellt, können wir auch im 2. Thessalonicher sehen.



2. Thess. 2:

Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm,

2 dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort, noch durch Brief, als seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre.

3 Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens.



Zum einen schreibt Paulus dies in Form von GEGENWART als ob der Tag des Herrn da wäre.

In dieser Gegenwart (Zeit) sollen wir uns nicht „erschüttern“ oder „erschrecken“ lassen, weder durch Geist noch durch Wort, noch durch einen Brief als sei er von den Aposteln.

Diese Angabe lässt eher den Schluss zu, dass diese GEGENWART eine Zeit „X“ dauern muss. Briefe wurde damals ja nicht mit „Lichtgeschwindigkeit“ durch das Internet geschossen….

All diese Anführungen lassen eher den Schluss zu, dass all das jedenfalls länger als „EINEN TAG“ dauert und obendrein, das dieser TAG ja schon da wäre, es also „HEUTE“ geschehen müsste.

Von daher meine ich, dass sich diese Stelle sich dann schon eher auf den Tag des Herrn als Millennium bezieht.



Das dieser TAG nicht kommt (im Sinne von BEGINNT), es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens, deute ich hier auf BEIDES.



Also SOWOHL auf den ANBRUCH (das direkte Kommen und Erscheinen im Zusammenhang mit unserer Vereinigung mit ihm),

als auch auf die DAUER des Millenniums, nach den ANBRUCH des Tages.



Wenn wir das auf die heutige Gemeindelandschaft mal spiegeln, können wir das im Grunde auch sehen: Eben in der Lehre, dass 70. Nach Chr. alles erfüllt sei und wir bereits im Millennium seien.

Hier gilt:

2 dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort, noch durch Brief, als seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre.



Genau das hat eben mit „Briefen“, Lehre, Informationen, Wörter Geist usw. zu tun … .. und dauert nun schon fast 2.000 Jahre…



Der Zweite Ausspruch dann hat eben in der Form Gültigkeit, dass eben dies genau nicht der Fall ist,

Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens,

Und sowohl dann im zweiten Ausspruch eben BEIDES gemeint ist:

sowohl der Tag des Kommens im Zusammenhang mit der Vereinigung mit ihm, ALS AUCH die Länge der Wirkdauer des Tages des Herrn im Millennium.



Wie kann sonst das Volk Israel nach zwei Tagen lebendig werden und am dritten Tag vor ihm stehen und leben?

Denn die Prophezeiung Hoseas sagt genau dies:

Hos 6:

2 Nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tag wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben.



Nach zweitausend Jahren machst du uns lebendig (durch den Spätregen) und im dritten Jahrtausend (nach dem du uns geschlagen hast)

wird er sie Aufrichten und sie werden vor ihm leben, den ganzen dritten Tag lang, Tausend Jahre!



Dies ist dem Volk Israel gesagt und der Herr der es geredet hat durch Hosea, wird es ausrichten.



Sehen wir auch noch eine andere Zeitangabe:

Dan 8:

11 Selbst bis zu dem Fürsten des Heeres tat es groß; und es nahm ihm das Beständige (Opfer) weg , und die Stätte seines Heiligtums wurde niedergeworfen.

Geliebte, das ist die Kreuzigung des Herrn.

(Opfer) steht nicht im Urtext, in den meisten Übersetzungen auch in Klammer angeführt.

Vielfach wird anstelle des "Beständigen" übersetzt mit "tägliches Opfer". Das ist nicht richtig. Das Beständige wurde weggenommen.

Der einzige welcher Bestand hat, ist der Herr Jesus. Er gab sich für uns hin. Der Bräutigam.

12 Und das Heer wurde dahingegeben samt dem Beständigen (Opfer), um des Frevels willen.

Und es warf die Wahrheit zu Boden und handelte und hatte Gelingen.

Geliebte, das ist die Überwindung der zwei Zeugen und

die Zertretung der Heeres in der Drangsal.

Die Zeugen Gottes sind gleichsam wie der Beständige, denn sie werden Leben und bei ihm sein in die Zeitläufe der Zeitläufe hinein, in Ewigkeit.

13 Und ich hörte einen Heiligen reden ; und ein Heiliger sprach zu jenem, welcher redete :

Bis wie lange dauert das Gesicht von dem Beständigen (Opfer) und von dem verwüstenden Frevel,

da sowohl das Heiligtum als auch das Heer zur Zertretung hingegeben ist?

14 Und er sprach zu mir:

Bis zweitausend dreihundert Abenden und Morgen ; dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden .



Hier gibt es einige Differenzen in den Übersetzungen, es ist schwer dies genau zu übersetzen:

Dan 8,14:

Elberfelder 1905

Und er sprach zu mir: Bis zu zweitausend dreihundert Abenden und Morgen; dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.

Luther 1545

Und er antwortete mir: Es sind zweitausend und dreihundert Tage, von Abend gegen Morgen zu rechnen, so wird das Heiligtum wieder geweihet werden.

Tafelbibel

Und Er sprach zu mir bis zum Abend, zum Morgen, zweitausend und dreihundert; so wird das Heilige gerechtfertigt.

Luther 1912:

Und er antwortete mir: Bis zweitausend dreihundert Abende und Morgen um sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden.



Hier einfach nur 2300 Tage daraus zu machen, ist zu einfach. Der Herr hätte es genauso angegeben, wenn es so wäre.

Die beiden Zeiten: 2000 und 300 sind eindeutig getrennt angeführt, wie auch die Abende und Morgen.



Dass dies eine lange Zeitspanne ist bestätigt der Herr ebenso weiter unten in

Dan 8, 26:

Dies Gesicht vom Abend und Morgen, das dir gesagt ist, das ist wahr; aber du sollst das Gesicht heimlich halten, denn es ist noch eine lange Zeit dahin.



Geliebte, ich sehe hier 2000 Jahre und 300 Tage von der Kreuzigung Jesu, bis das Heiligtum gerechtfertigt ist.

Und wenn es für jemand 2300 Jahre sein sollen, dann seien es 2300 Jahre.



Seid hier nicht beunruhigt, denn auch wenn wir das wissen, können wir den Zeitpunkt seiner Wiederkunft nicht errechnen.

Wir wissen weder sein Geburtsjahr, noch den genauen Zeitpunkt wann er angefangen hat zu wirken, noch den exakten Zeitpunkt seiner Kreuzigung.



Nur eines können wir mit Sicherheit sagen: 70 nach Christus ist all dies nicht geschehen.



Der Tag des Herrn bezüglich des sichtbaren Reiches Gottes auf Erden = das Licht des Herrn, denn Gott nannte das Licht "Tag", und dauert nach Petrus 1000 Jahre, nach seiner Wiederkunft.

Tausend Jahre wird sein Volk im Reich Gottes vor ihm stehen (Hosea 6, 3).

Sie werden mit ihm herrschen und regieren die tausend Jahre und Könige und Priester sein. Die irdischen im irdischen Reich Gottes, die Himmlischen im Geistbereich.



Siehe auch im Kernteil der Entrückung, dass die Hinwegnahme der zwei Zeugen in der Wolke der erste Teil der Entrückung ist.

Die zwei Zeugen werden in einer Wolke in den Himmel genommen.



Wenn all dies bereits 70 nach Christus (Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Römer) erfüllt sei:

Was hofft ihr auf eine Bewahrung vor einer Drangsal?

Es gibt dann ja auch keine Drangsal mehr, denn auch diese müsste schon gewesen sein.

Vergesst auch bitte folgendes nicht:

Die Zeit der großen Drangsal der Völker [Dan. 12, 1] ist die Zeit der Verfolgung von Gläubigen auch in der Zeit der Zornesschalen Gottes.

Im Übrigen müssen wir bei alledem auch den Unterschied der Trübsal der Juden bei der Vernichtung des Tempels im Jahre 70 nach Chr.

und der Drangsal der Nationen unterscheiden. siehe hierzu: Die Endzeitreden des Herrn und auch die Chronologie von Daniel 7.

 

Gott selbst sendet die Plagen. Auch dies müsste schon geschehen sein...

..und das hätte für dich fatale Folgen, siehe:



1. Thess. :

1 Von den Zeiten und Zeitpunkten aber braucht man euch Brüdern nicht zu schreiben.

2 Denn ihr wisst ja genau, dass der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.

3 Wenn sie nämlich sagen werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.

4 Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte;

5 ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht an noch der Finsternis.

6 So lasst uns auch nicht schlafen wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein!

7 Denn die Schlafenden schlafen bei Nacht, und die Betrunkenen sind bei Nacht betrunken;

8 wir aber, die wir dem Tag angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.

9 Denn Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus,

10 der für uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben sollen.

11 Darum ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr es auch tut!



Verstehst du, was da steht?

Wenn die Drangsal der Nationen 70 n. Christus erfüllt war, dann waren auch die Zornesschalen schon gekommen.

Die Zeit der Zornesschalen ist auch in der Zeit der Alleinherrschaft des vom Drachen belebten Tieres auf Erden,

in der Zeit der großen Versuchung, der Stunde der Versuchung, welche über den Erdkreis kommt..



Diejenigen welche jedoch sein Wort gewahrt haben, die nimmt er vor dieser Zeit hinweg und bewahrt sie davor.

Das bedeutet, die Entrückung der zwei Zeugen und derer, welche vor der Stunde der Versuchung die über den ganzen Erdkreis kommt, wie auch die Entrückung der großen Schar aus der Drangsal wäre schon abgeschlossen und sie müssten alle bereits beim Herrn sein.

Wie kommt es, dass du dann hier bist?


 

Hier der Versuch, dies alles vereinfacht graphisch darzustellen.

Dieses Bild spiegelt sämtliche Abhandlungen in der Rubrik "Entrückung" wieder. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Hier Link zur erweiterten Version dieses Bildes als PDF-File in DIN A2. Ablauf 70. Jahrwoche.

:



Liebe Grüße und den reichen Segen des Herrn Jesus,



Gerhard Daniel Kadisch.



Prüfet aber alles, das Gute behält!